Naturwacht Brandenburg bedankt sich mit Exkursion bei über 300 Freiwilligen

    Das Freiwilligenprogramm der Naturwacht Brandenburg erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Derzeit unterstützen 307 ehrenamtliche Naturschützer die Ranger in den 15 Nationalen Naturlandschaften des Landes. Für die insgesamt über 13.000 geleisteten Stunden pro Jahr bedanken sich die Naturwächter am kommenden Sonnabend bei den zahlreichen Helfern mit einer Exkursion zum Schreiadlerprojekt im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.

    Ohne die Arbeit der vielen Freiwilligen wäre der Naturschutz in Brandenburg nicht in dem gewohnten Umfang leistbar. Die ehrenamtlichen Naturschützer helfen bei der naturkundlichen Erfassung von Tier- und Pflanzenarten. Darüber hinaus unterstützen sie die aktuell 93 hauptberuflichen Ranger bei Führungen oder der Betreuung von Kinder- und Jugendgruppen der Naturwacht. Sehr viele Stunden werden vor allem im Bereich des praktischen Arten- und Biotopschutzes geleistet. Allein im Naturpark Hoher Fläming werden auf einer Strecke von insgesamt 8.000 Metern Amphibienzäune aufgestellt und betreut. Dabei werden täglich die Zäune abgelaufen und die Frösche, Molche und Kröten sicher über die Straße gebracht. Seit die Naturwacht 2003 ihr Freiwilligenprogramm ins Leben gerufen hat, wuchs die Gruppe der ehrenamtlichen Naturfreunde stetig von zunächst wenigen Dutzend auf gegenwärtig über 300 Personen. Traditionell werden die ehrenamtlichen Helfer einmal im Jahr zu einer Dankveranstaltung mit Exkursion zu einem besonders interessanten Naturschutzprojekt eingeladen. Rund 90 Freiwillige sind der Einladung in diesem Jahr gefolgt und erfahren am kommenden Sonnabend mehr über das Schutzprojekt für den Schreiadler im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Der Schreiadler ist einer der seltensten Brutvögel Deutschlands. Die letzten Brutpaare leben in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, ein einzelnes Paar auch in Sachsen-Anhalt. Im Rahmen des EU Life-Projekts „Schreiadler Schorfheide“ sollen die Brut- und Nahrungslebensräume des Adlers in einem größeren Landschaftsausschnitt verbessert werden. Während einer vier Kilometer langen Wanderung entlang des Werbelinsees stellen der Projektleiter Dr. Benjamin Herold und die Leiterin des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin Dr. Ulrike Garbe die Schutzmaßnahmen genauer vor. Für diejenigen, die nicht so weit Laufen möchten, bietet die Naturwacht eine Bootsfahrt mit der „Solar Explorer“ auf dem Werbellinsee an. Die Ranger der Naturwacht Brandenburg arbeiten seit 26 Jahren in 15 Großschutzgebieten erfolgreich als Mittler zwischen Mensch und Natur. Auf rund 9.000 Quadratkilometern – einem Drittel der Landesfläche – erfassen sie Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen, Grundwasserspiegeln sowie zur Qualität von Gewässern. Zudem setzen sie zahlreiche Naturschutzmaßnahmen um und kontrollieren deren Erfolg. Die aktuell 93 Ranger in Brandenburg sind wichtige Ansprechpartner für Anwohner und Touristen in den Nationalen Naturlandschaften – einem Nationalpark, drei Biosphärenreservaten und elf Naturparken. Sie begleiten jährlich rund 12.000 Gäste auf mehr als 550 geführten Touren. Im Rahmen ihrer Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen, den Junior Rangern, weckt die Naturwacht Interesse für Natur- und Umweltschutz bei der jungen Generation. Auch am Ganztagsschulangebot des Landes beteiligen sie sich. Mehr als 300 Freiwillige unterstützen Brandenburgs Ranger bei ihren Aufgaben. Seit 1997 arbeitet die Naturwacht unter dem Dach der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg.

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