Am Mittwoch war es nun soweit – die Jubiläums-Ausbildungsbörse in Fürstenwalde konnte starten. Die Vorbereitungen beginnen immer schon am Tag der Ausbildungsbörse des Vorjahres, Kontakte werden geschmiedet, Verbesserungen werden mit einbezogen, zum Teil werden schon die Plätze der Aussteller vergeben. Mit den Jahren hat sich das Portfolio der teilnehmenden Firmen, Institutionen und öffentlichen Einrichtungen extrem verändert. Man ist bestrebt, den zukünftigen Auszubildenden einen attraktiven Ausbildungsplatz zu bieten. Hoch im Kurs steht dabei ein umfangreiches Gespräch mit vielen Informationen über den Beruf, den man eventuell erlernen möchte. Die richtige Bewerbung ist dabei sehr wichtig, aber auch ein Praktikumsplatz spielt hierbei eine große Rolle, um genau den richtigen Beruf für sich zu finden. Das sind spannende Herausforderungen auf beiden Seiten, die gemeistert werden wollen. Die Messe hat sich über die Jahre sehr gut entwickelt, das sieht man besonders am großen Zuspruch der Aussteller, in diesem Jahr sind rekordverdächtige 86 Unternehmen dabei. Insgesamt werden 237 Ausbildungsberufe und Bildungsgänge angeboten mit sagenhaften 4.500 Ausbildungsplätzen – da dürfte für jeden Schulabgänger was dabei sein. Die Tore sind weit geöffnet, die Schüler und Schülerinnen können alles werden, was sie möchten. Die Welt steht ihnen offen. Hans-Ulrich Hengst, Bürgermeister der Stadt Fürstenwalde, eröffnete die Regionale Ausbildungsbörse gemeinsam mit Daniela Trochowski, Staatssekretärin des Ministerium der Finanzen im Land Brandenburg. In seiner Rede sagte der Bürgermeister: „Auch andere Werte werden den jungen Menschen immer wichtiger. Angeblich ist das eine der konservativsten Generationen seit langem. So spielt für viele die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf lange Sicht eine wichtige Rolle, auch das soziale Umfeld, die Sicherheit, sogar der Bezug zur Heimat. Und dieses Ass sollte aus meiner Sicht immer gespielt werden. Überzeugen Sie mit den Vorteilen, die Sie dank Ihrer Lage mit sich bringen. Wir bieten die besten Voraussetzungen für eine wirklich gute Zukunft der jungen Leute: Verkaufen Sie das immer mit! Für uns als Region und mich als einem ihrer Bürgermeister ist es von besonderem Interesse, unsere Schulabgänger hier am Standort zu halten. Sie nicht erst zur Ausbildung fortziehen zu lassen und das ganze Potential, das sie uns bieten, zu verlieren. Im Grunde haben wir also das gleiche Ziel und das können wir nur gemeinsam erreichen. So überzeugen wir: Die Region sorgt für die Rahmenbedingungen, Sie für die Angebote. Und mit jedem Jahr machen wir Fortschritte, wie es scheint: Ich danke Ihnen, für die mittlerweile zehn Jahre guter Zusammenarbeit und Kontinuität. Besonders erwähnen möchte ich die, die praktisch seit der ersten Stunde dabei sind. Vor zehn Jahren konnten wir, damals noch im Fürstenwalder Hof, bereits die Unternehmen Bär & Ollenroth, Moses sowie Goodyear, die Sparkasse, E.DIS und Bonava, damals noch NCC, als Aussteller begrüßen. Wir freuen uns, Sie auch heute hier wieder zu sehen. 
    Und stellvertretend für alle, die in den nächsten Jahren noch dazu kommen, freue ich mich über zwei neue Aussteller: Die Busverkehrsgesellschaft Oder-Spree sowie der AWO-Bezirksverband Oder-Spree, beide erweitern unser Spektrum um spannende regionale Angebote. Herzlich willkommen! Auch an alle anderen Aussteller, schön, dass Sie hier sind. Auf die nächsten zehn Jahre! Wir können gespannt sein, was diese mit sich bringen.“ Dem schloss sich Daniela Trochowski an, sie gratulierte den Initiatoren und Ausrichtern der Messe und sagte weiter: „Es ist wichtig für die Auszubildenden, dass sie nach der abgeschlossenen Lehre auch in Brandenburg ihre Chancen und Möglichkeiten sehen und nicht abwandern, beispielsweise nach Berlin oder in den Speckgürtel, denn auch der ländliche Raum braucht die gut ausgebildeten Fachkräfte. Darum ist diese Messe auch so wichtig hier in der Region. Sie bekommen hier ein schönes Bild gezeichnet, inwieweit man sich ausbilden lassen kann und was es dann noch für weiterführende Ausbildungen, wie den Meisterbrief oder das Studium, gibt. Das Finanzministerium bildet ebenfalls aus, so ist man mit der Zeit auch dazu gestoßen und hat gute Erfahrungen machen können, denn in jedem Jahr werden 90 Ausbildungsplätze als Finanzwirt für die 13 Finanzämter in Brandenburg angeboten. Die Anstrengungen, um diese Auszubildenden zu finden, stellt sie wie alle anderen Firmen vor besondere Herausforderungen, die bislang nahezu immer erfolgreich waren.“ Daniela Trochowski war begeistert über die Fülle der Berufsfelder und wünschte allen Beteiligten gutes Gelingen. Beide verliehen im Anschluss den Regionalen Ausbildungspreis – zum einen an Anne-Marie Raddatz, die eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei der HawleGuss GmbH in Fürstenwalde absolviert hat, mit einem Zensurendurchschnitt von 1,5, und auch in vielen anderen Bereichen ihren besonnenen Charakter zu Geltung bringt. Damit hat sie den Preis vollends verdient, so die Begründung der Jury. Und zum zweiten erhielt die ASTOR Schneidwerkzeug GmbH Storkow den Regionalen Ausbildungspreis für hervorragendes Ausbildungsmanagement.

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