Bildungsministerium Brandenburg stellt Studie in Frage

    Bildungsmonitor 2017 von geringer Aussagekraft

    Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat ihren Bildungsmonitor 2017 veröffentlicht. Die Studie, die jährlich erscheint, sieht das Land Brandenburg auf Platz 12 in ihrem Ranking aller Bundesländer.

    Als Brandenburger Stärken werden die Erfolge bei der Vermeidung von Bildungsarmut, der Internationalisierung sowie das gute Abschneiden der Schülerinnen und Schüler bei Vergleichstests hervorgehoben. Verbesserungspotenzial sieht die Studie vor allem im Hochschulbereich.

    Zweifel sind angebracht, z.B. bei der Feststellung, der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Fremdsprachenunterricht in der Grundschule sei mit 50,3 % unterdurchschnittlich. Dem steht entgegen, dass der Unterricht in der 1. Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 3 im Bildungsgang der Grundschule für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend ist.

    Das Bildungsministerium stellt die Methodik und Datenbasis der Studie in Frage. Der Bildungsmonitor nutzt beispielweise Studien aus den Jahren 2011 und 2012, um über Verbesserungen im Bereich Schulqualität im Jahr 2017 zu urteilen. Ergebnisse internationaler Studien wie PISA, TIMSS werden ebenfalls wiederholt, obgleich sie ausschließlich auf nationaler bzw. internationaler Ebene Bedeutung haben und keinen bundeslandspezifischen Beitrag liefern.

    Das Bildungsministerium misst daher weder den in der Studie genannten Erfolgen noch den behaupteten Schwächen größere Bedeutung zu. Vielmehr wird in diesem Jahr der für die Grundschule relevante IQB-Bildungstrend erwartet.

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