Die „Schnupperstunden“ in der Erich-Kästner-Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt in Fürstenwalde fanden am Mittwoch großen Anklang. Schon seit mehreren Jahren setzt das Schulkollektiv gemeinsam mit dem Elternbeirat auf dieses Konzept. Einen Tag der offenen Tür kann man immer machen, aber mal als Hospitant das Lernpensum der Schüler authentisch kennenzulernen, ist eine sehr spannende und informative Sache. So können die Eltern sich selbst informieren und einschätzen, inwieweit das Schulkonzept auf ihre Kinder zutrifft. Petra Schumann, Schulleiterin der Erich-Kästner-Schule, begrüßte im Foyer die zahlreich erschienenen Kinder und Eltern und verwies sogleich auf den Inhalt des Tages. Das Haus stand für alle offen, im Besonderen durften die Klassenstufen 1 bis 10, wo die Türen bereits offen standen, besucht werden. Die Unterrichtsangebote waren breit gefächert – von Freiarbeit über Lehrwerkstatt „Streit“, Metall- & Holzwerkstatt bis hin zu Fensterbildern aus Filz. Für die Schüler war das auch ein großer Moment, denn jetzt sie konnten zeigen, was sie schon gelernt haben. Besonders deutlich wurde das in den handwerklichen Bereichen: Es wurde gesägt, gefeilt, gefilzt, genäht und gehämmert – und das alles nicht nur unter pädagogischer Anleitung. Die Schüler können sich hier auch selber einbringen und damit signalisieren: Ich habe verstanden, ich kann das auch! Wann hat man zuletzt gesehen, dass ein Mädchen voller Ehrgeiz mit einer Feile am Schraubstock steht und hingebungsvoll ihr Musterstück bearbeitet? Zum Schluss konnte man den Delphin ganz deutlich erkennen. Oder der Junge,  kräftig und stark steht er in der Küche und backt kleine Pizza-Kuchen und zwar nicht aus der Tüte, sondern mit gesunden Materialien. Das zeigt auch ganz deutlich, dass die Pädagogen an dieser Stelle einen hohen Anspruch haben und nicht nur an sich selbst diese Prämisse stellen, sondern auch an die Kinder – was diese  wiederum befähigt, etwas zu erreichen.

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