Rechtsexperten der IG BAU Oderland 800 Mal im Einsatz

    Vom geprellten Urlaubsgeld bis zur verspäteten Lohnzahlung: Bei handfesten Streitigkeiten im Job waren die Rechtsexperten der IG Bauen-Agrar-Umwelt Oderland im vergangenen Jahr stark gefragt. Insgesamt 800 Fälle zählten die IG BAU-Rechtsberater in der Region, wie die Gewerkschaft mitteilt. Damit verharrt die Zahl der Konfliktfälle auf dem hohen Niveau des Vorjahres.  „Besonders viel hatten die Juristen im Baugewerbe und in der Gebäudereinigung zu tun. Die Beschwerden reichen hier von unterschrittenen Tariflöhnen oder nicht gezahlten tariflichen Sonderzahlungen bis hin zu rechtswidrigen Entlassungen“, zieht Astrid Gehrke Bilanz. Nach Angaben der IG BAU-Bezirksvorsitzenden sorgten Ansprüche bei Arbeitsausfällen im Winter und Hartz-IV-Bescheide für zahlreiche Beratungsstunden.

    Die IG BAU Oderland rät den heimischen Beschäftigten, sich bei Problemen nicht vom Arbeitgeber einschüchtern zu lassen. „Ob im Dachdeckerhandwerk, im Gartenbau oder in der Gebäudereinigung – wer um sein Recht gebracht wird, der sollte sich professionelle Hilfe holen“, sagt die Gewerkschafterin. Eine Beratung helfe oft auch bei den scheinbar kleinen Dingen des Arbeitslebens: „So konnte ein Maurer, der täglich zur Baustelle radelt, durchsetzen, dass er für den Arbeitsweg ein Kilometer-Geld bekommt – genauso wie die Autofahrer“, berichtet Gehrke. Dies entschied das Landesarbeitsgericht München (Az. 11 Sa 58/17).

    Anspruch auf den Rechtsschutz haben alle Gewerkschaftsmitglieder. Termine für die Rechtsberatung können im IG BAU-Büro in Eberswalde (Telefon: 0 33 34/38 01 50) vereinbart werden.

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