Der Gemeinschaftsfonds „Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Demokratie und Wahlen“ des Deutschen Kinderhilfswerkes und des Landes Brandenburg unterstützte das Beteiligungsprojekt „Fit für Beteiligung – U18-Wahlen in Fürstenwalde“ mit 5.000 Euro. Am letzten Freitag fand anlässlich der Bundestagswahlen bundesweit in vielen Kinder- und Jugendeinrichtungen die sogenannten U18-Wahlen statt, auch in Fürstenwalde. Koordiniert von der Stadtjugendpflege und dem Jugendring, wurden die Jugendlichen über Plakate, Internet, soziale Netzwerke und in unterschiedlichen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit auf die Wahlen vorbereitet.

    Wer hier denkt, die Jugend würde sich nicht mit der Politik auseinandersetzen, wurde eines Besseren belehrt. Das Gegenteil ist der Fall! In Fürstenwalde waren letzten Freitag die Streetworker damit betraut, sich mit den mobilen Wahlurnen an bestimmten Stellen zu positionieren, um den jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, ihre Stimme abzugeben. Die Wahrnehmung der politischen Inhalte der einzelnen Parteien war bei den jugendlichen Wählern schon recht erstaunlich. Das Abstimmungsverhalten der Jungwähler mündete dann am Abend in einer Wahlparty im Jugendclub Nord. Bei der Auszählung war die CDU stärkste Kraft, gefolgt von der SPD, den Grünen und den Linken, AfD und FDP.

    Als Projekt der politischen Bildung setzt sich U18 dafür ein, dass Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wählen gehen und sich damit politisch laut und sichtbar ausdrücken. U18-Wahlen werden seit dem ersten Mal im Jahr 1996 immer neun Tage vor einem offiziellen Wahltermin abgehalten. U18 ist offen und niederschwellig gestaltet und eignet sich deswegen besonders für selbstorganisierte Kinder- und Jugendaktionen.

    Bundesweit organisiert und getragen wird die U18-Initiative vom Deutschen Kinderhilfswerk, dem Deutschen Bundesjugendring, den Landesjugendringen, vielen Jugendverbänden und dem Berliner U18-Netzwerk.

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