Wiedereröffnung des Walderlebnis- und Lehrpfads Zwischen Briesen und der Kersdorfer Schleuse

    Der Landesbetrieb Forst Brandenburg, Oberförsterei Briesen, lud am Mittwoch zur Wiedereröffnung seines Erlebnispfads ein. Am Eröffnungstag wurde ein Spaziergang über einen Teil der Strecke angeboten. Zwischen Briesen und der Kersdorfer Schleuse gibt es auf einem fünf Kilometer langen Pfad 14 Informationstafeln, beispielsweise zu Waldfunktionen, Jagd, Baumarten, Biotopen. Das namensgebende Hirschdenkmal steht zwischen beiden Orten. Kurfürst Friedrich III. (später König Friedrich I.) hatte hier am 18. September 1696 einen kapitalen Rothirsch mit sonderbarem Geweih erlegt. Sachsens Kurfürst August der Starke erbat sich 1727 von Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. die Trophäe. Preußen erhielt eine Kompanie hochgewachsener Grenadiere, die „Langen Kerls“ aus Sachsen. Der 66-Ender schmückt seitdem die Geweihsammlung im Schloss Moritzburg. Kinder können auf dem Erlebnis- und Lehrpfad Nachrichten mit dem Waldtelefon übermitteln oder auf einem „Baumigel“ klettern und somit spielerisch die Struktur eines Waldbaums kennenlernen.
    Für die Erwachsenen gibt es Informationen zur Waldbewirtschaftung, zu Waldregeln, zu Weisergattern, zu einer Sanddüne, einem Häherkasten und vieles mehr. Ein Besuch des Erlebnis- und Lehrpfads lohnt sich auf jeden Fall – am besten mit der ganzen Familie. Walderlebnis- oder auch Waldlehrpfade sind waldpädagogisch konzipierte, mit Informationen über Tiere und Pflanzen, Landschaft, Wald und Forstwirtschaft sowie regionalem Wissen und meist auch mit speziellen Naturlehrmitteln ausgestattete Waldwege, die Besucher auch ohne fachkundige Begleitung nutzen können. Deutschlandweit gibt es über tausend dieser Lehrpfade, allein in Brandenburg knapp 90. Weitere Informationen unter: www.forst.brandenburg.de.

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