Zwei benachbarte Gebäude konnten von der Feuerwehr gehalten werden

    Alle guten Dinge sind wohl nie beieinander. Wie vor einem Jahr, als der Dachstuhl in der Trianonstraße brannte, versetzte letzten Samstag der Alarm die Fürstenwalder Feuerwehrleute in erhöhte Bereitschaft. Gegen 17:30 Uhr schrillten in den Wachen der Feuerwehr in Fürstenwalde die Alarmglocken. Weihnachtsfeiern wurden beendet und ein Kampf gegen die Flammen und den Rauch begann. Der Grund war ein Feuer auf einem Firmengelände in der Nähe der Trebuser Straße. 40 Meter hohe Flammen schlugen aus einer Lagerhalle mit der dementsprechenden Rauchentwicklung. Die Firma stellt ein umfangreiches Sortiment an Plastikgeschirr für den Einzelhandel her. Als die Feuerwehr binnen kürzester Zeit vor Ort war, wurden sofort mehrere Maßnahmen gleichzeitig getroffen. Die gebildeten Einsatzabschnitte sorgten für strukturiertes Vorgehen und stellten regelmäßig die dringend benötigten Personal- und Mittelbedarfe sicher. Im konzentrierten Innenangriff wurde die Ausbreitung der Flammen in beide Hallen erfolgreich verhindert. Aufgrund der hohen thermischen Belastungen kam es zum Einsturz des vom Brand betroffenen Gebäudes. Mit großem technischen und personellen Aufwand wurden die Überreste des Blechdaches entfernt und die darunter befindlichen Glutnester sukzessive abgelöscht. Über 115 Feuerwehrkameraden – aus Fürstenwalde, den Nachbargemeinden und Städten, auch aus dem Nachbarlandkreis Märkisch Oderland, der SEE Versorgung und Betreuung des Landkreises Oder-Spree, dem THW Fürstenwalde/Spree, Lübben und Frankfurt (Oder) – waren stundenlang im Einsatz. Zur Brandbekämpfung, zum Schutz des benachbarten Lagers und der Maschinenhalle, zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung und für den Nachschub wurden insgesamt fünf Einsatzabschnitte gebildet. Allein zur Brandbekämpfung und zum Schutz der Gebäude wurden 5 C-Rohre, 10 B-Rohre/Werfer (davon 3 über Hubrettungsfahrzeuge) und über 100 Pressluftatmer eingesetzt. Nach Sicherstellung der Schaummittelreserven wurde ein umfassender Einsatz mittels CAFS (Druckluftschaum) eingeleitet. Die Einsatzbereitschaft der Stadt wurde durch die Freiwilligen Feuerwehren Rauen und Grünheide (Mark) abgesichert. Der Einsatz dauerte bis Sonntagabend. Schon am Montagfrüh standen die Kriminaltechniker bereit, um auf Ursachenforschung zu gehen. Der Sachschaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt und die Untersuchungen dauern an. Durch den schnellen Einsatz aller Kräfte kann die Produktion bereits in den nächsten Tagen fortgesetzt werden.

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