Neuzelle vertritt Oder-Spree beim Landeswettbewerb

    Der Ortsteil Neuzelle wird den Landkreis Oder-Spree auf Landesebene im Wettbewerb vertreten. Das wurde kürzlich vor großer Kulisse beim Erntefest der Agrargenossenschaft Neuzelle verkündet. Auch Güldendorf, alleiniger Teilnehmer am Vorentscheid aus Frankfurt (Oder), wird für die kreisfreie Stadt beim Landeswettbewerb antreten.

    Mit dem Wettbewerb werde ein Zeichen gesetzt, dass Dörfer lebenswerte Orte seien, hob Gerd Piefel, Leiter des Landwirtschaftsamtes der Kreisverwaltung von Oder-Spree hervor. Der Wettstreit sei kein Casting der schönsten Dörfer, sondern es hätten sich Dorfgemeinschaften beteiligt, die Entwicklungskonzepte voranbringen und Probleme anpacken wollen. „Hier muss sich keiner als Verlierer fühlen“, sagte Gerd Piefel. Die Entscheidungsfindung sei für die Bewertungskommission nicht leicht gewesen und äußerst knapp ausgefallen. Auch die hinter Neuzelle platzierten Ortsteile Pieskow, Güldendorf, Schwerzko und Kobbeln verdienten große Anerkennung. Die gab es nicht nur in Form lobender Worte. Jeder teilnehmende Ortsteil wurde prämiert. Die insgesamt 5.500 Euro dafür kommen aus dem Kreishaushalt und von der Sparkasse Oder-Spree, für deren finanzielles Engagement sich Amtsleiter Gerd Piefel bedankte.

    Dass der Landkreis Oder-Spree seinen ländlichen Regionen besonderes Augenmerk schenke, das zeige auch eine organisatorische Veränderung in der Kreisverwaltung, stellte Gundula Teltewskaja heraus, die als Beigeordnete das vor zwei Monaten neu geschaffene Dezernat für Ländliche Entwicklung führt. Das gebe es so in Brandenburg kein zweites Mal. Den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ habe sie als Mutmacher erlebt, der sehr anschaulich zeige, wie es gelingen kann, ein attraktives Dorfleben zu entwickeln.

    Aus Sicht der Jury ist der im Kreiswettbewerb vorn platzierte Ortsteil Neuzelle für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Jana Fischer vom Landwirtschaftsamt des Landkreises Oder-Spree, bei der die organisatorischen Fäden für den Wettbewerb zusammenlaufen, verwies in der Begründung auf die soliden Säulen für das Leben und Arbeiten im Ortsteil. Dazu zählen Gewerbe, Handwerksbetriebe, eine Agrargenossenschaft mit 120 Beschäftigten, mehrere Schulen sowie die touristische Entwicklung durch das weit über Kreisgrenzen bekannte barocke Klosterensemble und eine schöne Umgebung. Was auf dieser Basis im rund 2.200 Einwohner zählenden Ortsteil gewachsen ist, beeindruckte die Bewertungskommission. So sind 25 eingetragene Vereine und weitere Gruppen im Ort aktiv. Dazu zählen der

    Wirtschaftsverein „Wir für Neuzelle“, der sich für regionale Arbeits- und Ausbildungsplätze einsetzt, der Verein „Strohhaus Neuzelle“, der das Strohhaus-Museum in Eigenregie betreibt, oder der Neuzeller Heimatkreis als Herausgeber von regionalen Publikationen. Begeistert zeigte sich die Jury auch davon, wie vorbildlich und engagiert Freibad und Sportplatz betrieben werden, wie ein attraktiver Spielplatz über Benefizkonzerte finanziert und weitgehend in Eigenregie errichtet wurde sowie vom umfassenden, ganzjährigen kulturellen Angebot. Mit diesen Vorzügen geht Neuzelle 2018 für den Landkreis Oder-Spree in den dann 10. Landeswettbewerb der Dörfer.

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