Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt

    Die Sozialministerin des Landes Brandenburg, Diana Golze, stellte im Kabinett den „Aktionsplan für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, für Selbstbestimmung und gegen Homo- und Transphobie in Brandenburg kurz „Aktionsplan Queeres Brandenburg“ vor. Vorausgegangen war ein breit angelegter Beteiligungsprozess zur Erarbeitung des Aktionsplans. Einbezogen waren die Community der lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, intersexuellen und die interessierte Öffentlichkeit. Das Sozialministerium startete im April eine Online-Beteiligungsplattform sowie eine Online-Befragung zur Lebenssituation von LSBTTIQ in Brandenburg, im Sommer folgten Workshops in Potsdam, Cottbus und Prenzlau. Die Landesregierung wird den beschlossenen Aktionsplan dem Landtag zuleiten.

    „Jeder Mensch hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Dieses Grundrecht müssen wir schützen. Trotz vielfältiger Entwicklungen unserer modernen und aufgeklärten Gesellschaft sehen sich viele lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, intersexuelle und queere Menschen immer noch mit Ausgrenzungen, Vorurteilen und Diskriminierungen im alltäglichen Leben konfrontiert. Mit dem ‚Aktionsplan Queeres Brandenburg‘ setzt die Landesregierung ein klares Zeichen für Vielfalt und Toleranz. Die Maßnahmen werden die Lebenssituation vieler LSBTTIQ in Brandenburg hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Gleichstellung und Akzeptanz spürbar verbessern und zur Bekämpfung von Diskriminierung beitragen“, so Diana Golze.

    Die Landesregierung hat sich zur Steigerung von Akzeptanz, Respekt und Wertschätzung sowie zum Abbau von Diskriminierung bei der Erarbeitung des Aktionsplans hat sich folgende Ziele gesetzt:

    • Unterstützung von LSBTTIQ-Jugendlichen, insbesondere bezogen auf das äußere Coming-out
    • Sensibilisierung der Akteure in den unterschiedlichen Bereichen bzw. Berufen, die mit Menschen zu tun haben, für die Anliegen von LSBTTIQ
    • Förderung und Schaffung von diskriminierungsfreien Räumen, z.B. in der Schule sowie Bildungseinrichtungen allgemein, im öffentlichen Raum und in der Arbeitswelt
    • Verbesserung der Sichtbarkeit von LSBTTIQ-Themen in den vielfältigen gesellschaftlichen Strukturen wie Kultur, Arbeitswelt usw.
    • Verbesserung der rechtlichen Gleichstellung und der medizinischen Versorgung von transsexuellen, transgender und intersexuellen Menschen
    • Umsetzung von vertrauensbildenden Maßnahmen zwischen der LSBTTIQ -Community und der Polizei sowie den Strafverfolgungsbehörden
    • Integration der LSBTTIQ-Thematik in die bestehenden Beratungs- und Unterstützungsangebote
    • Unterstützung der Gedenkarbeit zur LSBTTIQ-Geschichte im Land Brandenburg

    Um diese Ziele zu erreichen, wurden mit dem Aktionsplan acht Handlungsfelder benannt und dazu mehr als 60 konkrete Maßnahmen im Zuständigkeitsbereich der einzelnen Ministerien sowie der Staatskanzlei entwickelt. Die Handlungsfelder sind: „Bildung und Aufklärung“, „Teilhabe“, „Selbstbestimmung und Selbsthilfe“, „Familie, Kinder, Jugend, Lebenspartnerschaft“, „Lebenslagen“, „Gewaltprävention und Antidiskriminierung“, „Gesundheit“ sowie „Arbeitswelt.“

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