Anfang März hat die Europäische Zentralbank den Leitzins auf null Prozent gesenkt. Wer einen Kredit aufnehmen will, freut sich darüber. Die Stiftung „Hilfe für Familien in Not“ dagegen steht vor einem Dilemma. Die Zinserträge haben sich in Folge der Niedrigzinsphase der Finanzkrise deutlich minimiert und schränken folglich die Aktivitäten der Stiftung ein. Eine Änderung dieser Situation ist nicht absehbar. Um die fehlenden Zinserträge auszugleichen, ist die Stiftung auf eine zweite wichtige Säule angewiesen: auf Spenden um Familien aus ihrer jeweiligen ausweglosen Situation zu helfen. Denn jeder von uns kann schnell und unerwartet in eine Notlage geraten. So konnte die Stiftung beispielsweise einem jungen Vater und seinem eineinhalbjährigen Sohn bei der notwendigen Kinderbetreuung helfen. Beide leben in einem Mutter/Vater-Kind-Heim, nachdem der Kleine von seiner Mutter misshandelt wurde. Ute Tenkhof, Vorstandsvorsitzende: „Schwere Krankheit, der Verlust des Arbeitsplatzes oder auch dramatische familiäre Krisen können zu Notsituationen führen, auch hier in Brandenburg. Aus diesem Grund rufe ich alle Brandenburgerinnen und Brandenburger auf, an bedürftige Familien zu denken und für diese zu spenden. Jede Spende hilft unsere Arbeit weiterzuführen, denn auch heute und in Zukunft werden viele Familien Hilfe benötigen.“ Ein erster Spendenaufruf hat bereits Wirkung gezeigt. Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) spendete Anfang des Monats 30.000 Euro an die Brandenburger Stiftung. „Als Förderbank des Landes fühlen wir uns den Menschen im Land Brandenburg verbunden. Daher engagieren wir uns auch gesellschaftlich. Mit unserer Spende möchten wir uns für Familien einsetzen und diese nachhaltig unterstützen. Wir verbinden damit auch die Hoffnung, dass diesem Beispiel viele folgen werden. Dabei kann jeder kleine Betrag helfen.“, erläuterte Tillmann Stenger, Vorstandsvorsitzender der ILB.

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