Bessere Rahmenbedingungen gefordert! Auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit Landtagsabgeordneten haben sich Akteure aus Verwaltungen im Landkreis Oder-Spree und Praktiker für eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Kindertagesbetreuung eingesetzt. Darüber berichtete am Donnerstag Monika Kilian, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses im Landkreis Oder-Spree, auf dessen jüngster Beratung. In der Ende Mai mit den Landespolitikern geführten Debatte sei aufgezeigt worden, dass insbesondere der im Landesgesetz verankerte Personalschlüssel für Kitas und Horte sowie der pädagogische Leitungsanteil korrekturbedürftig seien. Als rechnerische Größe zur Finanzierung des Personals wird im Land Brandenburg von einem Erzieher für 5,5 Kinder im Krippenalter ausgegangen. Im Kindergarten sieht die Landesregelung je Erzieher 12 und im Hort 15 Kinder vor. Damit liegt das Land Brandenburg im bundesweiten Vergleich auf den letzten Plätzen. In der Praxis ist die Betreuungsrelation durch Ausfallzeiten oder mittelbare pädagogische Tätigkeiten (Vorbereitung, Nachbereitung, Beratungen) oft deutlich schlechter. Aus dieser strukturellen Unterausstattung mit Fachkräften stelle sich in der Praxis oft die Frage, wie die Aufsichtspflicht und der Bildungsauftrag angemessen erfüllt werden können, erläuterten Monique Hanusch, Kitamanagerin der Gemeinde Grünheide, und Bettina Schulze-Schwerdtfeger, Leiterin der „Altstadtkita“ der Stadt Storkow, den Landtagsabgeordneten. Sie forderten, dass sich der Personalschlüssel auch an den Öffnungs- und Betreuungszeiten zu orientieren habe und dass die Kita-Personalverordnung des Landes Brandenburg darüber hinaus Zeiten für Vorbereitung und Nachbereitung, Beobachtung, Dokumentation und Reflexion, Elternarbeit und Eingewöhnung vorsehen müsse.

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