Süßkirschen stellen mit rund 425 Hektar die zweitstärkste Obstart nach Äpfeln im Land Brandenburg dar. Ernteerträge sind immer auch abhängig vom Witterungsverlauf. In diesem Jahr starteten die Kirschenbäume zwar gut und früh in den Frühling, dann allerdings hat die Kälteperiode im Frühjahr einigen Bäumen etwas zugesetzt. Trotz des Frosteinbruchs Anfang Mai zeigen sich Brandenburgs Bauern optimistisch und gehen von stabilen Ernteerträgen in diesem Jahr aus. „Unseren Kirschen geht es gut, der Kälteeinbruch hat ihnen nicht viel geschadet“, so Obstbauer Gerd Barth vom bäuerlichen Familienbetrieb „Obst und Gemüse“ aus Plessow. Verhaltener äußert sich hingegen Obstbauer Joachim Hentschel aus Sonnenwalde: „Von den Frosttagen sind einige Frühkirschen betroffen, wie z.B. die Sorte ‘Giorgia‘“. Dennoch geht auch er insgesamt von gleichbleibenden Ernteerträgen aus. Andere Obstbauern wiederum beklagen den Befall durch Pseudomonas-Bakterien ihrer Frühkirschen. „Die späteren Sorten hingegen sind viel robuster. Mit Durchschnittsgrößen von über 26 mm sind sie handelsrelevant und besonders beliebt beim Verbraucher“, sagt Raik Neumann vom Obst- und Pferdehof Neumann aus Frankfurt (Oder). Der 41-jährige Obstbauer geht nach Einschätzung der Fruchtansatzbonitur von steigenden Ernteerträgen im Vergleich zum Vorjahr aus: „Während wir im letzten Jahr rund 32 Tonnen ernten konnten, gehen wir für 2016 von 50 Tonnen Süßkirschen aus. Es hängen noch herrliche Kirschen an den Bäumen, die sich nach richtiger Wässerung prächtig entwickeln und gepflückt werden wollen“, so Raik Neumann.

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