Projekt erfordert Genehmigung der Oberen Wasserbehörde

    WAS verhandelt mit Grundstückseigentümern

    Der Wasser- und Abwasserzweckverband „Scharmützelsee – Storkow/Mark“ (WAS) hat vor, das Wasserwerk Groß Eichholz im kommenden Jahr außer Betrieb zu nehmen. Auf der Verbandsversammlung des WAS am 27. September brachte Susanne Haack, seit Sommer zuständige Mitarbeiterin für Investitionen, die Mitglieder auf den aktuellen Stand des Vorhabens, das insgesamt rund 350.000 Euro kosten soll. Das Wasserwerk Groß Eichholz leistet seit Jahren im Verbandsgebiet zuverlässige Dienste bei der Trinkwasserversorgung des rund 130 Einwohner zählenden Ortsteils der Stadt Storkow (Mark). Künftig soll Groß Eichholz vom Wasserwerk Storkow aus versorgt werden. Die „Insellösung“ wird damit perspektivisch abgelöst. „Der Ort“, sagte Verbandsvorsteherin Grit Schmidt zu den Plänen, „wird in unser Versorgungssystem eingebunden.“ Darüber erhöhe sich gleichermaßen die Versorgungssicherheit für die dort lebenden Kunden. Doch bis es soweit ist, müssen noch weitere Vorarbeiten geleistet werden. Man stehe mit einigen Grundstückseigentümern in Verhandlungen, berichtete Susanne Haack. Dabei gehe es um den Abschluss von Gestattungsverträgen und die Eintragung von Leitungsrechten, um eine neue Versorgungsleitung bauen zu können. Anschließend kann der WAS das Vorhaben zur Genehmigung bei der Oberen Wasserbehörde des Landes Brandenburg einreichen. Da es sich um ein Projekt handelt, das sowohl die Landkreise Dahme-Spreewald als auch Oder-Spree tangiert, fällt die Genehmigung in die Zuständigkeit der übergeordneten Behörde. Liegt die Genehmigung vor, wird die Trinkwasserleitung zwischen den Storkower Ortsteilen Schwerin und Groß Eichholz auf einer Länge von circa drei Kilometern gebaut. In einem zweiten Schritt entsteht der Ringschluss zwischen Schwerin und Bugk.

    Zurzeit wird das Wasserwerk Groß Eichholz mit einer Kapazität von rund 7 300 Kubikmeter/Jahr mit einer Ausnahmegenehmigung des Gesundheitsamtes betrieben. Der Mangangrenzwert ist erhöht. „Das hat, wie uns das Amt bestätigte, keine nachteiligen Einflüsse auf die Gesundheit der Verbraucher. Das Wasser kann bedenkenlos auch direkt aus dem Hahn getrunken werden. Es handelt sich lediglich um einen Wert, der sich auf den Betrieb des Versorgungsnetzes auswirken kann.“

    Die „Insellösung“ Groß Eichholz sei, so die Verbandsvorsteherin, auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht zukunftsfähig. „Wir haben mit den Wasserwerken in Storkow und Bad Saarow zwei leistungsfähige Anlagen, die die Versorgung der hier lebenden Menschen und der Touristen mit einwandfreiem Trinkwasser sicher stellen“, erklärte Grit Schmidt. Die Ablösung des kleinen Wasserwerkes Groß Eichholz und des Brunnens, über den das Rohwasser gefördert wird, war ursprünglich schon für 2017 vorgesehen. Nun ist die Maßnahme für 2018 fest eingeplant – vorausgesetzt, die notwendigen Genehmigungen werden erteilt. Der WAS beantragt für das Gesamtvorhaben Fördermittel.

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