Häusliche Kranken- & Seniorenpflege

    So ist es wohl meistens: Es fängt ganz klein mit einer Idee an und baut sich in den Jahren immer weiter aus. Rita Bendel hat ihr Unternehmen zur Häuslichen Kranken- & Seniorenpflege am 15. Januar 1992 gegründet. Zu dieser Zeit war sie schon eine ausgebildete Gemeindeschwester in Eggersdorf, unweit von Strausberg. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen war es naheliegend, sich selbstständig zu machen und sie wurde ja auch gebraucht. Vorangegangen war der Umstand, dass im Jahr 1990, während der Wirren der Wendezeit, in vielen Orten kurzerhand Sozialstationen gegründet wurden, um die Herausforderungen der Pflege zu bewältigen. Die Sozialstationen waren in kommunaler Obhut. Doch schon zu damals zeichnete sich ab, dass der Betrieb ein kostspieliges Unterfangen war und zum Jahresende 1991 erfolgte die angekündigte Schließung der Station. Rita Bendel hat zwar noch ein Angebot von der AWO bekommen, doch zu diesem Zeitpunkt waren schon alle Messen gesungen. Also betrat sie mit ihrer Selbstständigkeit Neuland. Es waren die Gründerjahre, sie wusste, was sie kann und hatte sich außerdem sorgfältig auf diesen Schritt vorbereitet, Seminare besucht, sich also noch einmal grundlegend vorbereitet – und schon ging es los. Der sorglose Alltag, den man bis dato als Angestellte führen konnte, war nun schlagartig vorbei. Mit ihrer Einfühlsamkeit, ihrem organisatorischen Geschick sowie ihrer Liebe zum Beruf – Rita Bendel ist Krankenschwester mit Leib und Seele – war sie binnen 2 Jahren eine gefragte Persönlichkeit auf dem Gebiet der Pflege in der Region ihres Schaffens. Erst im Jahre 1993 begann sie damit, sich strategisch wohlüberlegt einen ersten Mitarbeiter einzustellen. Denn es blieb ja nicht bei wenigen Patienten, es wurden zunehmend mehr. Rita Bendel hatte sie in dieser kurzen Zeit bereits einen Namen machen können und war gefragt. Die Firma Bendel Häusliche Kranken- & Seniorenpflege ist ein sehr familiär geprägtes und geführtes Unternehmen, das hat sie schon immer ausgezeichnet. Man ist füreinander aber auch für die Mitarbeiter da, denn es kann immer mal etwas passieren und dann muss schnell eine Lösung gefunden werden. Selbstständigkeit bedeutet aber eben auch, dass man sich um den anfallenden bürokratischen Aufwand kümmern muss, in der Krankenpflege arbeiten alle mit den Krankenkassen zusammen, die einen bisweilen auch mal auf die Palme bringen können. 1994 war die Arbeit einfach nicht mehr zu bewältigen, es musste Abhilfe geschaffen werden. „Schließlich sind wir ja für die Patienten da und nicht für den verwaltungstechnischen Aufwand“, sagt Rita Bendel lächelnd. Darum wurde kurzerhand Sohn Uwe Bendel im Jahr 1994 mit ins Unternehmen genommen, der dafür sein Informatik- & BWL-Studium abbrechen musste. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass die Bürokratie und die damit verbundenen Abrechnungen nicht weniger werden würden. Und was soll man sagen, Rita Bendel hatte Recht – bereits im Januar 1995 wurde die neue Pflegeversicherung eingeführt, damit änderte sich noch einmal komplett das gesamte Pflegesystem. Zu den besonderen Widrigkeiten gehörte unter anderem, dass im neuen System Patienten Leistungen empfingen, die es vorher nicht gab. In dem Zuge war es notwendig geworden, weitere Pflegemitarbeiter einzustellen. Zwei Jahre später, nach sondierenden Maßnahmen, entschied das Unternehmen, eine Zweigniederlassung in Fürstenwalde, im Ärztehaus in der Karl-Liebknecht-Straße zu eröffnen. Die Niederlassung wurde stetig ausgebaut – mehr Mitarbeitern und moderne Technik. Bendel Häusliche Kranken- & Seniorenpflege setzte sich in der Zwischenzeit mit dem Gedanken auseinander, sich weiter zu positionieren und neue Aufgabenfelder zu erschließen. Eine wesentliche Komponente war die Idee einer Tagespflege-Einrichtung. Mit Fragen, wie „Wie verändern sich Beziehungen im Alter? Wie wirkt sich Pflegebedürftigkeit im Alltag aus? Was geschieht zwischen Ehepaaren, Eltern und Kindern als auch im Freundeskreis im Fall der Pflegebedürftigkeit?“ mussten sich Uwe Bendel und sein Pflegeteam auseinandersetzen und dem zwangsläufig anstehenden „Beziehungswandel“ im Leben der meisten Menschen nachgehen, um Veränderungen in den unterschiedlichen Beziehungsarten aufzuspüren. Nähe und Distanz, Perspektivwechsel und das In-Beziehung-bleiben-wollen sind Themen, die gelöst werden können. 2010 wurde die Idee der „Tagespflege am Stadtpark“ in Fürstenwalde verwirklicht und ist bis heute ein gefragter Anlaufpunkt. Darüber hinaus ist es ein Credo der Familie, niemals stehenzubleiben und sich mit den Widrigkeiten, die nun mal vorkommen können, auseinander zu setzen – seien es die Pflegestufen in neuester Ausfertigung oder das Anstreben neuer, richtungsweisender Betätigungsfelder der Geist ruht hier niemals. Das Familienunternehmen ist sozusagen mit der pflegenden & helfenden Hand „gezeichnet“. 2013 eröffneten sie eine Wohnungsgemeinschaft mit Demenz-Patienten. Es ist ein durchaus herausforderndes Gebiet, es handelt sich hierbei um eine Wohngemeinschaft, in der jeder der Patienten ein Zimmer für sich wohnlich einrichtet, wie er es von zu Hause gewohnt war. Die Patienten werden durch die Firma Bendel Häusliche Kranken- & Seniorenpflege medizinisch und pflegerisch rund um die Uhr liebevoll betreut. Wir dürfen gespannt sein, was als nächstes folgt.

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