Sonntagsvorlesung des Helios Klinikums Bad Saarow

    Welche Diagnose- und Therapiemaßnahmen sind bei einer Herzschwäche nach neuestem Wissen ratsam? Sollten sich Betroffene schonen und worauf sollten sie hinsichtlich ihrer Lebensweise achten? Das und vieles mehr beantworten die Experten der Klinik für Kardiologie – Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Jan Monti und Oberarzt Dr. med. Udo Zacharzowsky, Leiter der Elektrophysiologie – in der nächsten Sonntagsvorlesung am 12. November, um 10 Uhr im Helios Klinikum Bad Saarow.

    Die Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist eine ernste Erkrankung. Allein in Deutschland leiden nach Expertenschätzungen zwei bis drei Millionen Menschen daran. Laut der Deutschen Herzstiftung werden jährlich bundesweit über 444.000 Patienten mit einer Herzschwäche in ein Krankenhaus eingeliefert, rund 45.000 sterben daran.

    Die chronische Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzerkrankungen. In etwa 70 Prozent der Fälle entwickelt sie sich aus der koronaren Herzkrankheit (KHK) und Bluthochdruck, allein oder gemeinsam mit Diabetes. Aber auch Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelentzündungen, Vorhofflimmern oder angeborene Herzfehler können Ursachen der Herzschwäche sein.

    Warnzeichen Atemnot und Leistungsschwäche:
    Sofort zum Arzt!

    Viele Betroffene wollen Beschwerden der Herzschwäche wie Atemnot, Abnahme der Leistungsfähigkeit und Wassereinlagerungen in den Beinen, besonders im Unterschenkel, nicht wahrhaben oder schieben diese auf das Alter. „Je früher jedoch die Herzschwäche erkannt wird, umso eher kann man mit den heutigen Therapiemöglichkeiten die Entwicklung der Krankheit aufhalten oder verlangsamen und somit Lebensqualität für Patient und Familie sichern“, erläutert Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Jan Monti. Besteht beim Hausarzt der geringste Verdacht auf eine Herzschwäche, muss der Patient von einem niedergelassenen Kardiologen zur genaueren Beurteilung der Herzsituation untersucht werden.

    Was kann der Betroffene tun?

    Die Behandlung der Grunderkrankung ist die beste Strategie gegen die Herzschwäche. Ein gesunder Lebensstil, ein kompletter Rauchverzicht, das Einschränken des Alkohol- und Salzkonsums, viel Bewegung, eine gesunde Ernährung und eine regelmäßige Medikamenteneinnahme können das Fortschreiten der Herzschwäche aufhalten. „Früher galt: Bei Herzschwäche muss man sich körperlich schonen. Das stimmt heute nicht mehr. Heute weiß man, dass regelmäßige Bewegung wie Spazierengehen, Walken oder Radfahren hilft, die Ausdauer und Leistungsfähigkeit zu verbessern und Krankenhausaufenthalte einzuschränken“, betont Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Jan Monti.

    Wann ist ein Krankenhausaufenthalt erforderlich?

    Ein stationärer Krankenhausaufenthalt ist zum Beispiel notwendig, um einen schlecht einstellbaren Blutdruck unter Kontrolle bringen zu können, um defekte Herzklappen zu behandeln oder per Bypassoperation oder Herzkatheter schlecht durchblutetes Gewebe wieder zu aktivieren. Auch Wassereinlagerungen können zur Verschlechterung des Zustandes führen.

    Weitere Informationen dazu gibt es in der Sonntagsvorlesung am 12. November um 10 Uhr im Konferenzraum „Theodor Fontane“ des Helios Klinikums Bad Saarow, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Auch für individuelle Fragen stehen die beiden Referenten im Anschluss der Vorlesung zur Verfügung.

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