Prostatakrebs – über Früherkennung informieren

    Heute ist der europäische Prostata-Tag. Brandenburgs Gesundheitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt ruft dazu auf, sich über Krebs-Früherkennungsuntersuchungen zu informieren: „Krebs darf nicht tabuisiert werden. Es wäre falsch, aus Scham oder Angst Früherkennungen nicht wahrzunehmen. Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, umso höher sind die Heilungschancen. Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Jährlich erkranken daran rund 1.850 Brandenburger. Deswegen ist es wichtig, dass Männer sich über die Erkrankung informieren und sich bei Fragen an ihren Arzt wenden. Ab einem Alter von 45 Jahren können sie jährlich eine Tastuntersuchung der Prostata in Anspruch nehmen. Sie gehört zur gesetzlichen Früherkennung und ist kostenfrei.“

    Für viele Frauen ist es heute selbstverständlich, regelmäßig zum Beispiel die Brustkrebs-Früherkennung zu nutzen. Das ist vorbildlich. Und genauso selbstverständlich sollte es für Männer sein, zur Prostata-Früherkennung zu gehen. Früh erkannt, bestehen bei Prostatakrebs gute Behandlungs- und Überlebenschancen. Deshalb wollen wir Männer dafür sensibilisieren, regelmäßig zur Früherkennung zu gehen und bei Beschwerden oder einem Verdacht auf Erkrankungen der Prostata frühzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Europäische Prostata-Tag bietet einen guten Anlass, sich über das lebenswichtige Thema zu informieren.“

    Laut der aktuellen Statistik des Gemeinsamen Krebsregisters (GKR) der ostdeutschen Länder ist Prostatakrebs mit 21 Prozent aller Krebserkrankungen die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Brandenburg. An Prostatakrebs versterben pro Jahr durchschnittlich 450 Männer in Brandenburg. Nach Lungen- und Darmkrebs ist er mit zehn Prozent aller Krebstodesfälle die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache.

    Im Jahr 2005 haben Urologen- und Patientenverbände den 15. September zum Europäischen Prostata-Tag erklärt. Ziel ist es, die Öffentlichkeit über Möglichkeiten der Früherkennung von Erkrankungen der Prostata und ihre Behandlungsmethoden, Therapiemöglichkeiten und Heilungschancen zu informieren.

    Früh erkannt, bestehen bei Prostatakrebs gute Behandlungs- und Überlebenschancen. Bei einer Diagnose in einem frühen Stadium (Stadium I, II oder III) liegt in Ostdeutschland die relative 10-Jahre-Überlebensrate bei annähernd 100 Prozent. Das bedeutet, dass Prostatakrebspatienten mit diesen Stadien in den ersten zehn Jahren nach der Diagnose fast so gute Überlebenschancen haben wie die Allgemeinbevölkerung. Wird der Krebs erst im Spätstadium IV erkannt, in dem der Tumor bereits Metastasen in benachbarten Lymphknoten oder anderem Gewebe gebildet hat, verstirbt bereits ein Viertel aller Prostatakrebspatienten in den ersten beiden Jahren nach Diagnose an ihrer Erkrankung.

    Daten zu den häufigsten Krebserkrankungen in Brandenburg können Sie den Landesdatenblättern auf der Internetseite www.krebsregister.berlin.de entnehmen. Für weitere Informationen und Details steht Roland Stabenow, Leiter der Registerstelle,
    Tel: 56581-410, E-Mail: roland.stabenow@gkr.berlin.de gerne zur Verfügung.

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