Referentin der Sonntagsvorlesung:
    Dr. med. Irina Schöffauer, Chefärztin der Klinik für Gefäßmedizin, Abteilung Angiologie und Hämostaseologie

    Warum unser Blut gerinnt – das Leben mit Blutverdünnern

    Täglich müssen etwa eine Million Menschen in Deutschland blutverdünnende Medikamente einnehmen. Ohne diese Behandlung hätten sie ein hohes Risiko, einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Lungenembolie zu erleiden. Wie man mit Blutverdünnern lebt und, dass ihre Einnahme auch mit Nebenwirkungen verbunden sein kann, erläutert Dr. med. Irina Schöffauer, Chefärztin der Klinik für Gefäßmedizin, in der Sonntagsvorlesung am 18. März, um 10 Uhr im Helios Klinikum Bad Saarow. Bei vielen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems besteht die Gefahr, dass Blutgerinnsel auftreten, die das Gefäß verstopfen und lebensgefährliche Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Embolien oder Thrombose auslösen. Gerinnungshemmende Medikamente oder sogenannte Blutverdünner sollen das Risiko für die Entstehung von Blutgerinnseln senken.

    „Die Blutverdünner verdünnen dabei gar nicht das Blut. Sie verlängern den Zeitraum, in dem das Blut gerinnt. Damit soll einerseits verhindert werden, dass sich Thrombosen bzw. Embolien bilden, andererseits soll das Blut im Falle von Verletzungen noch gerinnen können“, erklärt Dr. med. Irina Schöffauer, Chefärztin der Klinik für Gefäßmedizin. „Darum ist es für den Patienten sehr wichtig, dass die Medikamentendosis optimal eingestellt ist“, fügt sie hinzu.

    Schwierige Einstellung

    Die optimale Einstellung mit blutverdünnenden Medikamenten ist mitunter schwierig, weil sie in Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln und anderen Medikamenten treten können. Der Grund dafür liegt darin, dass Blutverdünner der Gruppe der Cumarine den Rohstoff Vitamin K blockieren. „Dieses Vitamin K ist reichlich in Spinat, Grünkohl, Zwiebeln, Petersilie, Brokkoli und anderen Gemüsesorten vorhanden und sollte bei den Patienten unbedingt ausreichend auf dem Speiseplan stehen“, erklärt die Spezialistin. Aber auch eine Reihe von Medikamenten beeinflusst die Wirkung von Blutverdünnern.

    Sicher leben mit Blutverdünnern

    Viele Patienten sind besorgt, wenn sie vom Arzt ein gerinnungshemmendes Medikament verordnet bekommen. In den letzten Jahren haben jedoch neue Arzneistoffe den Markt erobert und die therapeutischen Möglichkeiten erweitert. Für viele Gerinnungspatienten ist die Behandlung seitdem einfacher geworden.

    Um den Nutzen und die Risiken dieser Behandlungsform zu verstehen und richtig einzuschätzen zu können, wird Dr. med. Irina Schöffauer in der Sonntagsvorlesung den Interessierten vielfältige Informationen rund um die Gerinnungstherapie geben. Die Gäste erfahren, wie Blutgerinnung funktioniert, wie es im Körper zur Bildung von Blutgerinnseln kommt, wie Gerinnungshemmer in dieses System eingreifen und wie sie verantwortungsvoll mit einem gerinnungshemmenden Arzneimittel umgehen können. Außerdem erhalten sie nützliche Tipps für das richtige Verhalten im Alltag sowie im Verletzungsfall und vor Operationen.

    Die Veranstaltung ist kostenfrei und alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Im Anschluss der Vorlesung steht die Expertin gerne für individuelle Fragen zur Verfügung.

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