Landesärztekammer Brandenburg wendet sich gegen zunehmende Nichtbeachtung der Weiterbildungsordnung

    Im Streit um die besonders qualifizierte Palliativversorgung und die damit verbundenen neuen Eingangsvoraussetzungen für teilnehmende Ärzte, erinnern der Präsident und der Vizepräsident der Landesärztekammer Brandenburg an die Weiterbildungsinhalte entsprechender Facharztdisziplinen.

    „Es macht keinen Sinn und führt Weiterbildungsrichtlinien ad absurdum, wenn es nötig wird, nach absolvierter Facharztanerkennung wiederum mit neu erdachten Qualifikationen nachzuweisen, dass ein Facharzt sein Fachgebiet beherrscht“ sagte Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz, Präsident der Landesärztekammer Brandenburg.

    So sei zum Beispiel in den Weiterbildungsinhalten zum Erwerb der Facharztqualifikation Allgemeinmedizin explizit formuliert, dass Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen in der Behandlung von Palliativpatienten nachzuweisen sind.

    Dies sei ausreichend, um nach bestandener Anerkennung zum Facharzt selbstständig die Verantwortung zur Behandlung dieser Patienten zu übernehmen.

    „Weitere zusätzliche Qualifikationsnachweise, wie ein 40-Stunden-Basiskurs, Hospitationen oder der Nachweis behandelter Patienten, sind somit unnötig und kontraproduktiv, da sie eher ausgrenzend wirken und den Engpass an Palliativversorgung noch verstärken“ so der Vizepräsident der Landesärztekammer Brandenburg, Dr. med. Hanjo Pohle.

    Ein Umdenken und die Rückkehr zur Akzeptanz der Weiterbildungsordnungen der Facharztdisziplinen seien dringend geboten, um Palliativpatienten und ihren behandelnden Ärzten weiterhin einen vertrauensvollen, umfassenden Betreuungsauftrag zu gewährleisten.

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