Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    die Arbeit mit dem Menschen und  für die Menschen liegt mir sehr am Herzen. Besonderes Augenmerk gilt den Menschen mit eingeschränkter Mobilität, ältere Alleinlebende oder kranke Menschen ohne Angehörige. Sie benötigen fremde Hilfe, um ihre Angelegenheiten zu regeln. Die Bedenken, Sorgen, Probleme und Ängste der Betroffenen und ihrer Angehörigen nehme ich sehr ernst. Die Gleichheit aller Menschen und das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit sind elementare Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Das Grundgesetz, das Behindertengleichstellungsgesetz des Bundes und das Behindertengleichstellungsgesetz des Landes Brandenburg wollen die Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen beseitigen und streben gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft an. Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen bekräftigt diese Forderung. Seit März 2009 ist die UN-Konvention in Deutschland geltendes Recht und fordert umfassende und wirksame Teilhabe behinderter Menschen in der Gesellschaft. Diese gilt für alle Menschen, ob Frauen und Männer, Einheimische und Zuwanderer, behinderte und nichtbehinderte Menschen durch die Beseitigung von Barrieren. Es ist eine Aufgabe für uns alle. Barrierefreiheit bedeutet den Zugang für alle. Barrieren, wie fehlende Rampen oder Texte in unverständlicher Sprache, um nur einiges zu nennen. Auch die mentalen Barrieren, wie zum Beispiel das fehlende Bewusstsein dafür, vor welchen Barrieren viele Menschen stehen und wie diese abgebaut werden können und müssen. Das Thema Barrierefreiheit betrifft nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch ältere Menschen, Eltern und Familien mit Kleinkindern. In sechs Ämtern und zwölf amtsfreien Gemeinden unseres Landkreis Oder-Spree leben rund 178.000 Menschen. Davon 38.000 Menschen mit einer anerkannten Behinderung von denen 17.000 Menschen über 65 Jahre alt sind. Insgesamt leben 43.000 Seniorinnen und Senioren (über 65 Jahre) in unserem Landkreis. Mein Tätigkeitsfeld als Beauftragte ist sehr interessant, abwechslungsreich, breit gefächert und als Querschnittsaufgabe zu verstehen. Oft bin ich die erste Anlaufstelle für Frauen und Männer der vier Zielgruppen in bestimmten dennoch sehr unterschiedlichen Lebenssituationen. Als Beauftragte darf ich keine Rechtsberatung durchführen, gebe aber Hilfestellungen, berate und vermittle. Die Erledigung der Arbeit erfordert ein hohes Maß an Loyalität, Flexibilität, Organisationsfähigkeit, sehr gutes Einfühlungsvermögen, psychische sowie physische Belastbarkeit und selbständiges Arbeiten. Mit meiner Arbeit unterstütze ich gleichzeitig die Arbeit der Behindertenbeiräte sowie der Einrichtungen und Vereine, die mit und für behinderte Menschen arbeiten. Gleichzeitig arbeite ich mit einer Behindertenwerkstatt in Sulecin in Polen zusammen. Sulecin ist der Partnerkreis des Landkreises Oder-Spree. Ich unterstütze Sie in persönlichen Problemlagen, wie barrierefreiem Bauen, Beantragen des Schwerbehindertenausweises, Wohnen, Schule, Freizeit, Kultur, Sport, Pflege, Selbsthilfegruppen und vielem mehr. Meine Aufgabe ist es unter anderem, die Öffentlichkeit für das Thema Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren und das auf allen Handlungsebenen. Es sind die großen und kleinen Dinge, die den Erfolg bringen und sollten uns alle anspornen, nach vorne zu blicken. Ich helfe Ihnen und Ihren Angehörigen beim Formulieren von Anträgen, bei Beschwerden oder Benachteiligungen. Ich unterstütze Sie bei der Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Rufen Sie mich an oder vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch. Ihre Anliegen werden vertraulich behandelt. Die Beratung ist kostenfrei. Ich wünsche mir, unsere Gesellschaft barrierefreier, zugänglicher und damit menschlicher zu gestalten. Die steigende Lebenserwartung ist ein Geschenk und eine Herausforderung an jeden Menschen und an die Gesellschaft. Ich stelle mich dieser Herausforderung.

    Ihre Birgit Bartolf,
    Gleichstellungs-, Ausländer-, Behinderten- und Seniorenbeauftragte

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