Projekt zur Stärkung der selbstständigen Arbeit

    Im Rahmen des Projekts „Schülerstation“ übernehmen derzeit 18 Schüler der Gesundheits-und Krankenpflege die Leitung der kardiologischen Station im Helios Klinikum Bad Saarow. Die Auszubildenden, die kurz vor ihrem Berufsabschluss stehen, planen und organisieren den reibungslosen Ablauf der Patientenbetreuung. Das Projekt stärkt ihr selbstständiges Arbeiten und steht stets unter der Beobachtung erfahrener Lehr- und Pflegekräfte.

    Von der Aufnahme, über die gemeinsame Visite, bis hin zur Übergabe an die nächste Schichtbesetzung: Diese und noch viele weitere Aufgaben werden von den 18 Schülern der Gesundheits- und Krankenpflege noch bis zum 4. März auf der Station für Kardiologie in Eigenverantwortung geplant und durchgeführt. Für die Auszubildenden ist der praktische Einsatz die beste Vorbereitung auf die bevorstehenden Abschlussprüfungen und die zukünftigen beruflichen Anforderungen. Das Projekt Schülerstation wurde 2017 im Helios Klinikum Bad Saarow zum ersten Mal auf der HNO-Station erfolgreich durchgeführt und ist zu einem festen Bestandteil des Lehrplanes für die Schüler des dritten Ausbildungsjahres geworden.

    „Die Herausforderung ist, dass die Schüler neben den pflegerischen, vor allem auch die administrativen Aufgaben übernehmen. Das Projekt stärkt das eigenverantwortliche Handeln und die Teamarbeit, die notwendig sind, um eine optimale Behandlung sicherzustellen“, sagt Pflegedirektorin Dominique Nippe. 

    Auf der Schülerstation sind die Pflegeschüler nicht allein. Jederzeit stehen ihnen erfahrene Lehr- und Pflegefachkräfte sowie Praxisanleiter mit Rat und Tat zur Seite. Im Früh-, Spät und Nachtdienst haben sich die Schüler in Teams für die pflegerischen Abläufe eingeteilt. Einen umfassenden Einblick in die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen der Kardiologie erhält der Pflege-Nachwuchs in der Funktionsdiagnostik und im Herzkatheterlabor.

    Franka Aniol, Stationsleitung der Klinik für Kardiologie, betreut das Projekt und bestätigt: „Die vier Wochen sind eine intensive, aber auch lehrreiche Zeit. Wir haben für die Schüler einen eigenen Aufenthaltsraum mit einem PC-Arbeitsplatz eingerichtet. Dort finden die sogenannten Blitzlichter, das sind die Evaluationsberichte der jeweiligen Schichtbesetzung, statt.“

    Nach drei Wochen zieht auch Schülerin Josephin Fischer ein positives Resümee: „Mir bereitet das selbstständige Arbeiten großen Spaß. Neu ist, dass wir nicht auf Anweisung arbeiten, sondern uns zugetraut wird, die Station alleine zu leiten. Das Mitdenken und strukturierte Planen hilft uns für die Prüfungsvorbereitung und unseren späteren Berufsweg.“ 

    Besonders freuen sich die Patienten über die intensive pflegerische Betreuung. „Bislang haben wir viele positive Rückmeldungen erhalten, weil sich die Schüler sehr viel Mühe geben“, fügt Franka Aniol hinzu. Zum Ende des Projekts findet für alle Beteiligten eine große Abschlussrunde statt.

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