Patienteninformationssystems von Zahnärzten

    Immer mehr Menschen nehmen immer mehr Medikamente. Mit zunehmendem Alter der Patienten steigt die Anzahl der Krankheiten und damit die Anzahl der verschiedenen eingenommenen Medikamente. Neben der gewünschten Hauptwirkung haben diese aber auch unerwünschte Nebenwirkungen und untereinander Wechselwirkungen. Zu welchen Komplikationen es dadurch bei einem Zahnarztbesuch kommen kann.

    Fünf Antworten auf die Frage:
    Was sollte Ihr Zahnarzt unbedingt über Ihre Medikamente wissen?

     

    1. Bei Medikamenten, die die Blutgerinnung verändern, muss das Ihr Zahnarzt unbedingt wissen. Sonst kann es zu schweren Nachblutungen nach dem Ziehen eines Zahnes oder Operationen im Mund kommen.
    1. Bei Medikamenten gegen Osteoporose, sogenannten Bisphosphonaten, kann es zu schweren Wundheilungsstörungen am Kieferknochen nach Zahnextraktionen kommen.
    1. Psychopharmaka und Neuroleptika vermindern den Speichelfluss. Das kann  Mundtrockenheit und Mundbrennen nach sich ziehen.
    1. Antepileptika können zu einer Wucherung des Zahnfleisches führen.
    2. Abführmittel, sogenannte Laxantien, entwässern den Körper und können ebenfalls zu Mundtrockenheit führen. Dadurch werden Ihre Zähne anfälliger gegen Karies.

    Fünf Antworten auf die Frage:
    Wie sollten Sie mit Ihren Medikamenten umgehen?

    1. Wenn Sie mehr als drei Medikamente dauerhaft einnehmen, ist ein Medikationsplan zu empfehlen. Diesen erstellt in der Regel Ihr Hausarzt.
    2. Aktualität ist wichtig: Mindestens einmal im Jahr sollten Sie Ihren Medikationsplan überprüfen lassen.
    1. Nehmen Sie den Medikationsplan zu allen ärztlichen und zahnärztlichen Sprechstunden mit – auch zu Notbehandlungen! So können künftige Verordnungen oder Behandlungen sicher auf Ihre Gesamtmedikation abgestimmt werden.
    1. Sprechen Sie bei einem Verdacht auf Neben- oder Wechselwirkungen von Medikamenten zuerst mit Ihrem behandelnden Arzt. Setzen Sie auf keinen Fall eigenmächtig die verordneten Medikamente ab und verändern Sie nicht eigenmächtig die Dosis.
    2. Fragen Sie nach, ob Sie auf mögliche Alternativen ausweichen können. Setzen Sie gegebenenfalls Therapieziele, welche Ihnen die beste Lebensqualität ermöglichen.
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