Die Linken zeigen „Bürger Ströbele“

    Die 13. Ökofilmtour machte zum ersten Mal Station in Erkner im Kino Movieland. Zu verdanken ist das der Idee des Linken Ortsverbands Erkner, der gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Volkmar Schöneburg und Mario Hausmann, parteiloser Stadtverordneter für Die Linke in Erkner, den Abend initiierte. Zur Premiere wurde der Film „Bürger Ströbele“ gezeigt. Der Film zeigt das Leben von Hans-Christian Ströbele von Bündnis 90/Die Grünen. Er gilt als eine Institution für Unabhängigkeit und Aufrichtigkeit. Deshalb liebten ihn seine Wähler und vertrauten ihm. Er ist der einzige Grüne, der je mit einem Direktmandat in den Bundestag gewählt wurde – und das seit 2002 gleich vier Mal in Folge. Im Herbst 2017 beendete er seine Arbeit als Abgeordneter im Bundestag und zog sich ins Privatleben zurück. Viele kennen ihn als einen, der nie lockerließ. Das zeichnete ihn auch aus, querzudenken, aufzudecken und zu hinterfragen, auch wenn es hier und da unbequem wurde. Rund 30 Interessierte kamen am Dienstagabend in den Genuss, diesen besonderen Film sehen zu können. „Der 45-minütige Film gehört zu den 40 ausgewählten Filmen und 17 Kurzfilmen der 13. Ökofilmtour“, sagte Ernst-Alfred Müller, der Leiter des Festivals. Bei 153 eingereichten Filmen und einer Jury, die diese bewertet, fällt die Wahl oft schwer und das jedes Jahr aufs Neue. Die Ökofilmtour ist über die Jahre nicht nur gewachsen, sondern steigt in der Zuschauergunst und noch mehr bei den Filmemachern in Deutschland. Diese positive Entwicklung sei vielen Unterstützern zu verdanken und im Besonderen den Zuschauer, die schon mal die Zahl von 10.000 erreichen können. Die Eröffnung der Ökofilmtour fand traditionell Anfang Januar an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde statt. Der Präsident, Prof. Dr. Wilhelm-Günther Vahrson, gehört seit langem zu den Unterstützern der Tour. Schwerpunkte des 13. Festivals sind die Entwicklung des ländlichen Raums und die Perspektiven der Landwirtschaft unter dem Motto des Themenjahres 2018: „Brandenburg in Europa – Europa in Brandenburg“. Viele Filme des Festivals beschäftigen sich – auch im weitesten Sinne – mit diesen Themen und werden im Rahmen des „Lebenslangen Lernens“ mit den Zuschauern diskutiert. Die 13. Ökofilmtour wird in 60 Orten Brandenburg-weit Station machen. Nach dem Film „Bürger Ströbele“ gab es noch eine lebhafte Diskussion über das Leben und das Miterleben der Zeit von Hans-Christian Ströbele. Volkmar Schöneburg und Silke Voges analysierten den Film gemeinsam mit den Gästen. Schöneburg bewundert diesen charismatischen Ströbele, der so oft rebellierte, sich nicht hat kleinkriegen lassen und immer zu seinem Standpunkt gestanden hat. 

    Silke Voges hat ein Faible für Dokumentarfilme und war etwas traurig, dass ihr die Berlinale, die sie auch gern besucht hätte, in diesem Jahr leider versagt blieb. Darum sei die Aussicht, bei der 13.Ökofilmtour in Erkner diesen Film sehen zu können, ideal gewesen. Sie ist ebenfalls, genauso wie Schöneburg, von der Gesamthaltung Hans-Christian Ströbeles begeistert. Er sei so bodenständig, kam immer mit Fahrrad, war immer mit dabei. sein Markenzeichen war sein Fahrrad, dies entsprach seiner Lebenshaltung und den grünen Idealen. Es muss eben kein Porsche sein!

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