Festivalerfolg geht auf Kooperation zurück

    Mit einer „Marathon-Lesung“ von Kleists Kohlhaas in der St. Gertraud-Kirche gehen am Sonntag die Kleist-Festtage 2017 zu Ende. In diesem Jahr erreichten sie eine Zahl von über 1850 Gästen und Teilnehmern. Trotz „stürmischen“ Beginns steigerte sich die Besucherzahl um ca. 40% zum Vorjahr. Ausgehend vom Reformationsjubiläum standen die Kleist-Festtage unter dem Motto HIER WAR LUTHER NIE – GLAUBENSFRAGEN. Mehr als 20 Veranstaltungen, darunter Theater und Filme, Lesungen und Konzerte, Ausstellung, Sprachwerkstatt und Workshops haben zur Auseinandersetzung mit Glaubensfragen eingeladen. Humorvoll und diskursiv spannte das Programm einen Bogen um die Themen Luther, Kleist und Glauben.

    Luther und Kleist verbindet vor allem die Arbeit an der deutschen Sprache. So lädt die Sonderausstellung im Kleist-Museum „Worte, Worte, nichts als Worte. Wortgeschichten bei Luther und Kleist“ noch bis zum 14. Januar 2018 dazu ein, lutherische und kleistsche Sprachschöpfungen neu zu entdecken. Im Kleist Forum zählten zu den Höhepunkten die Revue „Me and the Devil“ mit Dominique Horwitz, die konzertante Lesung „Das Leben des Galilei“ mit Thomas Thieme und Sohn, der Poetry Slam zum Thema „Was glaubst du?“ (in Kooperation mit Kampf der Künste) sowie Kleists „Der zerbrochene Krug“, inszeniert vom Deutschen Nationaltheater Weimar.

    Im Kleist-Museum waren unter anderem Jörg Gudzuhn mit der „Heiligen Cäcili“e und Manfred Möck mit „Einer trage des anderen Last“ zu Gast. Das trinationale Projekt „Es wachsen Flügel“ machte das ganze Museum zur Bühne. Florian Vogel, Künstlerischer Leiter des Kleist Forums: „Uns ist es gelungen, beste Unterhaltung auf allen Bühnen zu zeigen und das Thema Glaubensfragen spielerisch erlebbar zu machen. Kleist und Luther können eben auch mit einer gesunden Portion Humor rezipiert werden.“ Dr. Hannah Lotte Lund, Direktorin des Kleist-Museums: „Wir freuen uns sehr, dass Kleist und seine Sprache auch heute über Generationen- und Ländergrenzen hinweg begeistern und Menschen zu solchen Projekten und Debatten zusammenbringen.“

    Möglich wurde der Erfolg des Festivals durch die Kooperation der Stadt Frankfurt (Oder), des Kleist-Museums und des Kleist Forums.

    Die nächsten Kleist-Festtage finden im Oktober 2018 statt, die Vorbereitungen haben bereits begonnen.

     

    Copy Protected by Chetan's WP-Copyprotect.
    X