Bundeswehr- & Stadtfest Storkow

    Das zweite Juniwochenende hatte es im Landkreis Oder-Spree wirklich in sich: An vielen Orten gab es so viele Feste, die zum Verweilen einluden, da fiel die Wahl wirklich schwer. Da gab es zum Beispiel das Altstadtfest in Beeskow, Rock Oder-Spree in Friedland, den Woltersdorf-Tag des Mittelstandsvereins, die Brandenburger Landpartie, Heimatfest Grünheide – und dazu das größte Stelldichein beim Tag der Bundeswehr vereint mit dem Stadtfest in Storkow. Die Stadt Storkow hatte also einen großen und verlässlichen Partner an ihrer Seite. Das Konzept, welches beide Veranstaltungen verband, war einleuchtend. Der Tag der Bundeswehr wurde am Samstag eingebettet in das Stadtfest, welches bereits am Freitag zum Stadtfest-Opening mit viel Musik und krönendem Feuerwerk seinen Anfang nahm. Schon hier zeichnete sich ganz deutlich ab, wie ausgelassen Storkow feiern kann, denn schon am Freitagabend war der Marktplatz brechend voll. Das DJ-Duo Stereocat & die Partydamenband „Prinzess Cut“ zogen die Gäste in ihren Bann und so nahm die Party fast kein Ende, das Feuerwerk wäre beinahe in der Bedeutungslosigkeit untergegangen, hätte nicht das Feiervolk das laute Knallen und die wunderschönen Fontänen dann doch noch rechtzeitig bemerkt.

    Der Haupttag allerdings war der Samstag, Storkow befand sich buchstäblich im Ausnahmezustand -das wird sich sicherlich der eine oder andere gedacht haben, denn so etwas hatte die Region – mit Ausnahme des 13. Dorf- & Erntefestes in Beerfelde im letzten Jahr – noch nie gesehen. Das Zentrum der Stadt war in erster Linie der Bundeswehr vorbehalten und komplett gesperrt für den Fahrzeugverkehr, außer natürlich für die Anwohner. Denn die Bundeswehr hatte so viel Technik aufgefahren, dass einem der Atem stockte. An den Zufahrtsstraßen nach Storkow hatten beide Veranstalter große Parkflächen angelegt und dafür gesorgt, dass Busshuttles die vielen Besucher ohne Stress zum Zentrum des Geschehens brachten. Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig hatte gemeinsam mit dem Projektverantwortlichen und Sprecher der Bundeswehr im Land Brandenburg, Oberstleutnant Uwe Nowitzki, sowie dem Kommandeur des Führungsunterstützungsbataillons 381, Oberstleutnant Thorsten Niemann, und Oberst Olaf Detlefsen vom Landeskommando Brandenburg den Tag der Bundeswehr mit dem Stadtfest kombiniert – und man kann ohne Übertreibung sagen: Das ist mit allen Schikanen rundum gelungen! Allerdings war die Organisation auch eine besondere Herausforderung, da sich in Storkow derzeit eine Großbaustelle im Straßenbereich befindet. Aber wer könnte das besser als die Bundeswehr, die für solche Einsätze ausgerüstet ist. Der Samstag begann am Morgen auf dem Marktplatz mit dem Festgottesdienst. Die Gäste und Offiziere sowie Soldaten lauschten der Andacht des evangelischen Militär-Dekans Otto Adomat. Nach der Andacht war Zeit eingeplant, sich in das Goldene Buch der Stadt Storkow einzutragen. Zur offiziellen Eröffnung des „Tages der Bundeswehr“ war Generalmajor Heinrich Wilhelm Steiner, Kommandeur Führungsunterstützungskommando der Bundeswehr, und Generalleutnant Dipl. Ing. Ludwig Leinhos, Inspekteur Cyber und Informationsraum, gekommen. Aus der Politik des Landes Brandenburg konnten als Gäste der Innenminister des Landes Brandenburg, Karl Heinz Schröter, sowie der Vizepräsident des Landtages, Dieter Dombrowski, und der Landrat des Landkreises Oder-Spree, Rolf Lindemann, sowie weitere Mitglieder des Kreistagtages Oder-Spree und des Brandenburger Landtages begrüßt werden.

    Innenminister Karl-Heinz-Schröter dankte in seiner Eröffnungsrede der Bundeswehr für ihre Einsatzbereitschaft. Er verwies auf die enge Verbindung zwischen Storkow und den Soldaten: „Storkow und die Bundeswehr verbindet eine Tradition, die nun schon seit mehr als 25 Jahren besteht. Die Soldaten in Storkow, aber auch in ganz Brandenburg, erfüllen das vielzitierte Leitbild vom Staatsbürger in Uniform wirklich mit Leben.“ Auch Hilfsorganisationen präsentierten sich in Storkow. Als zivile Partner der Bundeswehr informierten sie über ihre Arbeit. Er lobte dabei die Kooperation mit der Bundeswehr: „Wirksame Hilfe in Katastrophenfällen im Inland oder bei gemeinsamen Einsätzen im Ausland ist nur möglich, wenn Bundeswehr und zivile Hilfsorganisationen professionell und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Ohne dieses Engagement auch vieler ehrenamtlich tätiger Bürger wäre die Gesellschaft um ein Vielfaches ärmer.“

    Oberst Olaf Detlefsen vom Landeskommando Brandenburg zeigte sich von der großen Akzeptanz an diesem Tag hoch erfreut. Er betonte, dass die Organisation dieser Großveranstaltung durchaus aufwendig war, man aber davon ausgehen kann, dass alles wie am Schnürchen klappen wird. Er sollte recht behalten, denn während der Eröffnung flogen, wie angekündigt, zwei Schwergewichte im Tiefflug über Storkow – der Airbus A400M der Bundesluftwaffe und der Transporthubschrauber CH 53, der dann in unmittelbarer Nähe zur Landung ansetzte. Weiter führte er aus, dass man sich sehr gut vorbereitet hätte und dass sich das Programm, mit allem was dazu gehört, in die Gesamtkomposition des gemeinsamen Festes integrieren werde.

    Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke, nahm nicht nur die Parade der „Langen Kerls“ ab, sondern sagte außerdem, dass die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in Brandenburgs Gesellschaft gut eingebunden seien. Er ging auch auf die Bedeutung der Truppe als Arbeitgeber ein: „Die Bundeswehr ist ungeachtet der Umstrukturierungen weiterhin ein großer und wichtiger Wirtschaftsfaktor in Brandenburg.“ Beim Tag der Bundeswehr könne sich die Bevölkerung von der Attraktivität und Leistungsfähigkeit der Armee überzeugen. Er würdigte die Leistungen der Soldaten bei Auslandseinsätzen. „Krisenprävention und Krisenbewältigung gehören dazu und sind Teil der Verantwortung gegenüber unseren Grundwerten. Ich wünsche mir, dass dies in der breiten Öffentlichkeit noch deutlicher anerkannt wird“, so Woidke. Danach stimmte er die Brandenburg Hymne gemeinsam mit dem Polizeiorchester Brandenburg an.

    Das gesamte Wochenende war ein voller Erfolg: Der Politik wurden kompetente Stabsoffiziere zur Seite gestellt, die für die Besichtigung der vielen unterschiedlichen Militärfahrzeuge und Gattungen zuständig waren. Für die Besucher dieses großen Festes war es eine unvergleichliche Bereicherung, besonders für die Kinder, die ihre Faszination für Technik auch deutlich zeigten. Die Bundeswehrsoldaten standen den interessierten Gästen mit Rat und Tat immer freundlich und offen gegenüber. Den Kindern muss das vorgekommen sein wie im Schlaraffenland, sie durften alles ausprobieren und überall in die Fahrzeuge klettern, die im gesamten Stadtgebiet verteilt waren: Fahrzeuge aller Gattungen sowie der anderen Hilfsorganisationen, allen voran der Feuerwehr, des THW, des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter. Die Bundeswehr hatte aus dem Vollen geschöpft und alle ihre kleinen und großen Organisationen mit dabei, die zum Gelingen des Festes mit beitrugen. Aber auch das Stadtfest blieb nicht unbemerkt – überall waren Infopunkte geschaffen worden, wo sich Vereine und Institutionen der Region präsentieren konnten. An der Burg Storkow befand sich ein großer Verpflegungsstand der Bundeswehr, der rund um die Uhr stark umlagert war. Der Burghof beherbergte eine große Bühne, wo unter anderem das große Kinderfest stattfand. Am Abend präsentierte sich die Big Band der Bundeswehr auf der eigens errichteten Bühne – mit anschließender Aftershow-Party. Der Sonntag knüpfte an die zwei vorangegangenen Tag nahtlos an – mit dem Brandenburger Schlemmer- und Erlebnisdorf, der großen Radio B2-Schlagerparty und dem super Konzert der „Münchener Freiheit“.

    Bilder vom Freitag

    Bilder vom Samstag

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