Der Fernseher und die Bombe

    Die Großschnauze, der Chauvinist und Bildzeitungs-Lesefachmann kehrt in den Kleinen Saal der Kulturfabrik ein, samt der ganzen Familie – Ehefrau Else, Tochter Rita und Schwiegersohn Michael. Das Familienoberhaupt Alfred Tetzlaff ist ein Ekel. Er ist rechthaberisch, vulgär und ein Tyrann. Er politisiert mit Vorliebe, besonders mit seinem Schwiegersohn, einem Roten, einem Sozi. Seine überaus naive Ehefrau Else nennt er gern liebevoll „du duss‘liche Kuh“. Eine Zeitreise mit den Schauspieler der Uckermärkischen Bühnen in die 70ziger. Diese verkörperten die Familie Tetzlaff mit allen ihren Facetten bis fast ins kleinste Detail. Die Geschichte mit der Bombe und den Verstrickungen war nahe dem Original, Alfred Tetzlaff zog wieder voll vom Leder, ganz wie man es von ihm gewöhnt war. Keiner ist vor ihm sicher, alle bekommen ihr Fett weg – ob die Sozis oder der einfache Beamte, alle bekommen die Hucke voll. Der Musikkeller war mal wieder stark frequentiert. Etwas irritierend war, dass der so toll begonnene Abend nach einer gefühlten Stunde auch ganz schnell zu Ende war. Für das nächste Mal wünscht man sich ein längeres Stelldichein der Familienidylle bei Familie Tetzlaff.

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