Hussy Hicks auf der Insel

    Man muss schon Muße haben und ein Quäntchen Sinn für Folk, damit es einem gefällt. Jeden Tag werden wir mit kommerzieller Musik vollgepumpt und erkennen selten, dass es noch mehr gibt, als die Musik, die tagtäglich im Radio dudelt. Die Kulturfabrik ist so etwas wie eine Insel, auf der man Musik hört, die nicht unbedingt zum Alltagsgeschehen gehört. Experimentell ist das allemal, jedoch zeigt es auch, dass es für jedes Genre eine Fangemeinde gibt, die sich glücklich zeigt, diese Art von Musik live und authentisch hören zu können. Leesa Gentz und Julz Parker, die „Hussy Hicks“, sind ein spannendes Duo. So voller Leben zeigen sie sich, natürlich und fröhlich. Ihre Körpersprache spiegelt ihr Leben wider, sie sind frei in ihren Entscheidungen. Die beiden Australierinnen haben ihren ganz eigenen Stil entwickelt, er besteht aus einer Mischung von Folk, Country, Blues und Gipsy, was zusammen wunderbar harmoniert. Und dazu noch eine Stimmgewaltigkeit, die es in sich hat. Beide beherrschen ihre Gitarren, als hätten sie nie ein anderes Instrument in der Hand gehabt. Die Stimmung an diesem Abend war unvergleichlich aufgeheizt, Rhythmus und Gesang waren eins. An diesem Abend tanzten die Gäste sogar, so frei fühlten auch sie sich in ihren Entscheidungen. Vielleicht war das ja auch ein Wink….

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