Kulturtempel feiert 25 Jahre

    Geiles Konzert mit Keimzeit & dem Babelsberger Filmorchester

    Wer es 25 lange Jahre geschafft hat, alle Höhe und Tiefen erfolgreich zu meistern und die eigene Existenz zu sichern, der kann sich wahrlich auf die Schulter klopfen und darüber freuen, es bis hierhin geschafft zu haben. Die Kulturfabrik Fürstenwalde hatte es in ihren Anfängen – wie viele andere Unternehmen Anfang der 90er Jahre – sicher nicht leicht, das steht wohl außer Frage. Aber wer eine Idee hat, der sollte in jedem Falle den eingeschlagenen Weg weiter gehen. Es war ja auch ein besonderer Traum, diesen kulturellen Mittelpunkt unserer Stadt zur Blüte zu bringen – und heute kann man deutlich sehen, was daraus geworden ist. Ja, es war und ist nicht immer leicht, den richtigen Geschmack zu treffen für die breite Mehrheit. Aber es gibt sehr vielfältige Kulturereignisse in der Kulturfabrik und für jeden ist etwas dabei, seien es Kabarett, Theater, Solokonzerte, Weltmusik, Jazz und vieles andere mehr. Die Kulturfabrik beherbergt in ihren Mauern auch noch sehr viel mehr, beispielsweise die Stadtbibliothek, die „Frauen in der Fabrik“ und den Kinderladen. Diese Vielfalt macht das Haus aus, es gibt einzelne künstlerische Werkstätten, die gern genutzt werden, um Fertigkeiten in einfachen Schritten beim Malen, Bildhauern oder in der Kreativwerkstatt zu erlernen. Nicht zu vergessen sind die weiteren Akteure im Verbund – das Fürstenwalder Museum, der Park Club und das Brauereimuseum. Die Schattenseite des kulturellen Engagements ist die Tatsache, dass dieses Unterfangen ohne tatkräftige finanzielle Unterstützung zumeist nicht realisierbar ist. Die Stadt Fürstenwalde, der Landkreis und andere Institutionen gehören zu den Förderern des kulturellen Miteinanders. Die Gästezahl ist mit den Jahren gestiegen, was dem Anspruch und dem Intellekt der Macher der Kulturfabrik entspricht. Die Bühne gehört nicht nur den Stars, sondern auch den Newcomern, die mitunter hier ihre Erfolge feiern und dann immer wieder gern zurückkehren. Besonderer Beliebtheit – das hat sich in all den Jahren gezeigt – erfreuen sich die Open Air-Veranstaltungen: Theater im Freien, die Uckermärkischen Bühnen haben es möglich gemacht, oder Konzerte mit Bands, die mit ihrem Charisma die Menschen der Region ansprechen, wie zum Beispiel „Die Seilschaft“. Ganz viele kleine, aber auch große Highlights wurden und werden gefeiert. Das Miteinander und der Umgang mit dem Publikum zeichnet die gesamte Mitarbeiter-Crew aus. Ich kann mich nicht an einen Tag erinnern, an dem nicht herzliche und freundliche Mitarbeiter am Einlass gestanden hätten – immer zuvorkommend und wenn es doch mal an irgendetwas hapert, wird das Problem sofort gelöst.

    Keimzeit & das Babelsberger Filmorchester waren genau die richtige Wahl für dieses besondere Jubiläum. Fürstenwaldes Bürgermeister Hans-Ulrich Hengst dankte Friedrich Stachat, der vor 25 Jahren die Vision hatte, der Kultur in unserer Stadt ein Zuhause zu geben. Viele der damaligen Weggefährten hatten nicht an den Erfolg der Kulturfabrik geglaubt, umso erfreuter ist man heute darüber, dass es hat sich gelohnt hat, an der Idee festzuhalten. Darüberhinaus richtete Hengst das Wort an Dr. Klaus-Peter Oehler, den Geschäftsführer der Kulturfabrik, und zollte ihm und seiner Crew Respekt für die bisher geleistete Arbeit und wünschte für die zukünftigen Herausforderungen viel Erfolg. Die Bühne war vis-à-vis zum Hauptgebäude, gegenüber der Kulturfabrik, mit dem Dom im Hintergrund aufgestellt worden. In der breiten Lücke fanden dann die vielen Hundert Gäste, Mitstreiter, Unterstützer und Sponsoren ihren Platz. Etwas schade war, dass die Gäste sitzen mussten. Viele hätten einen Stehplatz vorgezogen, um die Titel von Keimzeit & dem Babelsberger Filmorchester noch besser „mitzuerleben“. Das breitgefächerte Potpourri der Hits von Keimzeit, wirklich wunderbar aufgearbeitet, war ein musikalischer Hochgenuss an diesem Abend. Als es anfangs einen kleinen Schauer gab, waren die Gäste dankbar für die zuvor für den Fall der Fälle ausgegebenen Regenponchos.

    Alte und neue Musikstücke wurden zum Hörgenuss und das Höhenfeuerwerk war – dem Anlass entsprechend – als glanzvoller Schlusspunkt in Szene gesetzt worden. Für das leibliche Wohl sorgte indes in bewährter Art und Weise der Partyservice Ansgar Bank.

    Copy Protected by Chetan's WP-Copyprotect.
    X