Seit dem Jahr 2000 lädt der Fürstenwalder Stadtforst jährlich zum „Rock für den Wald“ ein, seit drei Jahren auch mit Kinderprogramm am Nachmittag. So konnte man auch dieses Jahr wieder mit den Kleinen in der Natur spielen und basteln. Auch für Kinder, die aktiv werden wollten, gab es einige spannende Möglichkeiten. So war es – dank dem Arbora Kletterwald aus Bad Saarow – möglich, den Wald einmal aus einer etwas höheren Perspektive zu genießen und die Bäume zu beklettern. Außerdem lagen überall Heuballen herum, nicht nur als Sitzmöglichkeit, sondern auch zum Austoben und Spielen. Auf dem Programm des Abends stand, in alter „Rock für den Wald“-Manier, nach dem Programm für die jüngeren Besucher natürlich die Musik im Vordergrund. Ab dem frühen Abend durfte man sich an Live-Auftritten erfreuen und zum Beispiel der Band „HoPp“ lauschen. Die Musiker zauberten mit Gitarre, Geige und Schäferpfeife, also einem deutschen Dudelsack, einige traditionelle schottische und keltische Lieder, aber auch Eigenkompositionen. Die drei Mitglieder Leah, Jenny und Marcus erzählten, dass sie bei einem Musikprojekt des Bernhardinums zusammenfanden und seit Januar dieses Jahres auf regionalen Tanzveranstaltungen und Festen spielen. Im Anschluss spielte die Berliner Nachwuchs-Band „Strand Child“ und begeisterte, trotz langem Soundcheck und Warten, mit einer Mischung aus Indie-Rock und Dream-Pop die Gäste des Events. Es folgten Show-Einlagen wie eine Feuershow, sowie die Bands Fahrenheit 212, eine Rock-Band aus Fürstenwalde, und die Münchener Ska-Band Rapid, die für Tanzlust und Stimmung sorgten und immer mehr Besucher anlockten. Die alternative Jugend der Stadt war stark vertreten, allerdings konnte man unter den zahlreichen Besuchern alle Altersgruppen und Geschmäcker finden, was zur schönen, freien Atmosphäre beitrug. Zu den Helfern gehörten auch asylsuchende Flüchtlinge aus Fürstenwalde, die das Areal in eine alternative Gemütlichkeit verwandelten. Sie durften anschließend bei freiem Eintritt als Gäste des Events mit dabei sein. Durch das Knistern des Feuers und die Lichteffekte wirkte der Wald, der heute vielleicht für viele Menschen langweilig ist, fast magisch. Den ganzen Abend lang wurde mit einigen Ständen für genügend Getränke und leckeres Essen gesorgt. Für jeden war etwas dabei: von Bison-Burger über köstliche Kuchen bis hin zur einer breiten Auswahl an Getränken. Dem Stadtforstdirektor und FriedWald-Förster Thomas Weber geht es in erster Linie darum, mit Veranstaltungen wie „Rock für den Wald“ den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen den Wald wieder etwas mehr ans Herz zu legen und das Bewusstsein für die Natur zu bewahren. Der Wald gehöre den Bürgern und solle deshalb auch von allen und für alle nutzbar sein.  Red/BB

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