„Macht & Pracht“ in Steinhöfel

    Die Auftaktveranstaltung des „Tages des offenen Denkmals“ für den Landkreis Oder-Spree, der unter dem bundesweiten Motto „Macht & Pracht“ stand, fand am Sonntag in Steinhöfel im Amtshaus statt. Das Amtshaus bildete somit den Mittelpunkt des Geschehens. Das Amtshaus wurde nach 1790 nach einem Entwurf von David Gilly auf Veranlassung Valentin von Massows als Bestandteil des nordöstlich des Schlosses angelegten Wirtschaftshofes errichtet. Die Geschichte des heute als Schloss bezeichneten Gutshauses ist engstens verknüpft mit der Entwicklung von Wirtschaftshof und Dorfanger. Die baulichen Bestandteile bilden zusammen mit der Garten- und Parkanlage sowie den Freiflächen eine Einheit. Der „Tag des offenen Denkmals“ soll das Augenmerk der Besucher auf diese historischen Zusammenhänge gerichtet werden, aber auch aus Sicht der praktischen Denkmalpflege erlebbar werden, welche Verbesserungen an den Baudenkmalen des Ortes in den letzten Jahren erreicht wurden. Rolf Lindemann, Landrat des Landkreises Oder-Spree, und Renate Wels, Bürgermeisterin der Gemeinde Steinhöfel, eröffneten gemeinsam mit der Eigentümerin des Amtshauses, Gabriela Behnke, diesen denkwürdigen Tag. Hierzu hatten Rolf Lindemann und der 1. Beigeordnete des Landrates, Sascha Gehm, für Gabriela Behnke noch etwas Besonderes mit dabei: Es gab den positiv beschiedenen Förderbescheid, worüber man sich an diesem Tag besonders freute. Denn der Denkmalschutz hat ein sehr breitgefächertes Anliegen, nämlich die Bausubstanz zu erhalten und im Original wiederherzustellen. In finanzieller Hinsicht ist das oftmals ein Fass ohne Boden und es bedarf vielerlei, vor allem finanzieller Hilfen, dem gerecht zu werden. Diese Unterstützung wird den zahlreichen Fenstern des Amtshauses zuteilwerden. Gabriela Behnke zeigte sich hocherfreut und erzählte den zahlreichen Gästen, wie es vor Jahren, als sie und ihre Familie das Anwesen erwarben, hier ausgesehen hatte. Das Gelände war verwildert und das Haus halb verfallen. Viel Zeit wurde investiert, besonders der Garten war in Mitleidenschaft gezogen, das Unkraut stand nahezu 2 Meter hoch und der alternde Hund verlief sich dann und wann auf dem Areal. Auch das Amtshaus war in einem desolaten Zustand. Viele Institutionen hatten dieses Haus genutzt und daran herumgefuscht, so dass es heute sehr schwer fällt, zu entscheiden, was hier eigentlich noch im Originalzustand ist, denn auch alte Pläne des Hauses existieren leider nicht mehr. Familie Behnke hat sich ein Konzept erarbeitet, um diesem alten und ehrwürdigen Gebäude wieder Leben einzuhauchen. Es gibt eine Kunstgalerie mit Ausstellungen und der Garten lädt zum Verweilen ein – nebst Kaffee & Kuchen.

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