Gäste begeistert im Scharwenka Kulturforum

    Mit Musik aus Osteuropa begeisterte die Dresdner Band „Shuriaki“  die zahlreichen Besucher des Scharwenka Kulturforums am 17. Juni 2017.

    „Shuriaki“ kommt aus der Sprache der Roma, dem Romani, und bedeutet Schwäger. Drei musikalische „Schwäger“ durfte das Publikum während des Konzerts hören: Im Zentrum der Gruppe – Ulrike Quast – stimm- und sprachbegabt und außerdem eine fingerfertige Geigerin. Einer ihrer „Schwäger“ ist Alexander Hofmann, der – aus Russland stammend – die osteuropäische Musik schon von Geburt an im Blut hat und dazu ein virtuoser Akkordeonist ist. Last but not least gehört zum Trio der „Schwäger“ Wolfgang Heichen, ein begnadeter Gitarrist, der seinerzeit schon Sandra Mo und Jan Gregor, u.a. in einem Programm mit Zigeunerliedern, begleitete.

    Die drei Musiker traten mit Liedern aus Russland, der Ukraine, der Slowakei, Serbien und Bulgarien sowie mit Zigeunerliedern auf, die von der Sängerin der Band in der jeweiligen Originalsprache vorgetragen wurden. Die Texte handeln – wie in den meisten Liedern – von Liebe, Lebensfreude, Eifersucht und Leid. Aber auch die ganz alltäglichen Dinge des Lebens sind Inhalt der Songs. So wird in einem ukrainischen Volkslied ein Mann besungen, der sich nach der schönen Marusja verzehrt, in einem slowenischen Lied will jemand sein Haus und seine Kuh verkaufen, er will alles weggeben, nur um dann mit seiner Liebsten zu tanzen und in einem russischen Lied geht jemand aufs Feld, um zu arbeiten, doch er legt sich in die Furche und schläft in den Tag hinein. Und immer wieder sind es die schwarzen Augen, die geliebt und gepriesen werden. 

    Musik, die man im Herzen, im Bauch und in den Beinen spürt – so war das Konzert angekündigt – und die Veranstalter hatten nicht zu viel versprochen. Durch die variantenreichen Arrangements und die emotionale Präsentation war das Konzert interessant und mitreißend. Zur professionellen Darbietung der Künstler trugen nicht zuletzt der häufige Tonart- und Tempowechsel, der Wechsel zwischen gesungener und reiner Instrumentalmusik sowie der Übergang von der Solostimme zum dreistimmigem Satzgesang bei. So konnte alsbald der Funke zum Publikum überspringen und die Zuhörer klatschten und sangen mit. Am Ende gab es begeisterten Applaus und noch eine Zugabe.  

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