Gäste waren begeistert

    Kabarettistische Meisterleistung und köstlicher Genuss – das war der Abend im Musikkeller der Kulturfabrik mit Lothar Bölk, einem „Kind“ der Stadt Fürstenwalde. Mit seinem Programm „Dummerland oder was weiß ich schon“ traf er doch irgendwie den Zahn der Zeit. Das Programm „Dummerland“ war – ganz zeitgemäß – angepasst an das Aktuellste, was die Politik zurzeit verzapft, gespickt mit Fragen, die einem vor Lachen die Tränen in die Augen trieben. Die Ankündigung des Abends hatte nicht zu viel versprochen: „Und so sucht Lothar Bölck, „der Louis de Funès unter den deutschen Kabarettisten“ immer noch Antworten, auf die es anscheinend noch keine Fragen gibt. Fragen wie: Warum soll man noch nach dem Bildungsweg fragen, wenn man eine NaviApp hat? Ist ein Politiker konsequent, nur weil er von Anfang bis Ende zwar geredet, aber nichts gesagt hat? Wenn wir immer mehr Demokratie in andere Länder exportieren, haben wir dann am Ende

    selbst keine mehr? Und vor allem die Frage: Hat jedes Pro und Kontra auch sein Für und Wider? Wenn Sie sich Antworten darauf geben wollen, dann begeben Sie sich mit Lothar Bölck zwecks Fortbildung erneut auf eine Reise ins „Dummerland“. Denn Sie wissen ja, Fortbildung heißt Fortbildung, weil, nach der Fortbildung ist die Bildung fort.“

    Sein zweistündiges Tun auf der Bühne ließ die Lachmuskeln tanzen – wenn man schnell war. Aber zuweilen bedurfte es des Nachdenkens bis der Groschen fiel. Verträglich mit viel Witz und Ironie beschrieb er das Dasein als Pförtner im Kanzleramt, wenn die vermeintlichen Honoratioren das Parkett der Politik betraten. Keine Haudrauf-Mentalität, nein, ganz subtil verstand es Lothar Bölk seine Gäste zu begeistern.

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