Seniorenwoche beginnt mit Festveranstaltung

     

    Für ein lebenswertes Brandenburg – solidarisch – mitbestimmend – aktiv

    Mit einer Festveranstaltung in Bad Saarow hat der Landkreis Oder-Spree am Freitag letzter Woche die 24. Brandenburgische Seniorenwoche eröffnet. Rund 100 Gäste, darunter eine Delegation aus dem polnischen Nachbarkreis Sulęcin, erlebten im feierlich ausgestalteten Theater am See alles, was zu einem gelungenen Festempfang gehört: inspirierende Reden, einen souveränen Moderator, unterhaltsame Musik und gutes Essen. Vor allem aber wurde der Saal zur Bühne für 14 Frauen und drei Männer, die Landrat Rolf Lindemann auszeichnete, weil sie sich in den Kommunen besonders für die Belange der älteren Generation einsetzen. Beeindruckend die Vielfalt ihrer Aktivitäten: So ist Marlies Nietzel seit dem Jahr 2000 in der Arbeiterwohlfahrt Brieskow-Finkenheerd tätig und organisiert mit ihrem Team Vorträge, Lesungen oder Ausflüge. Waltraud Zorn betreut akribisch die Finanzen des Seniorenbeirates Schöneiche und bringt in den Gremien der Gemeinde die Anliegen der älteren Generation mit Nachdruck ein. Dietrich Weber aus Erkner hat sich unter anderem um die Entwicklung der partnerschaftlichen Beziehungen der Stadt und des Seniorenbeirates zur polnischen Partnergemeinde Gołuchów verdient gemacht und nach aufwendiger Recherche Vorschläge für die langfristige Planung weiterer Ruhebänke in Erkner unterbreitet. Mit einer Festveranstaltung in Bad Saarow ist der Landkreis Oder-Spree in die 24. Brandenburgische Seniorenwoche gestartet. Landrat Rolf Lindemann zeichnete aus diesem Anlass auf Vorschlag der örtlichen Seniorenbeiräte 17 Frauen und Männer aus, die sich in ihren Kommunen besonders aktiv für die Belange der älteren Generation engagieren. „Sie gehören zu denjenigen, die sich weiterhin einmischen wollen, weil Sie davon überzeugt sind, dieser Gesellschaft vieles an Erfahrung, an Wissen und Engagement geben zu können“, würdigte Rolf Lindemann die Geehrten. Rund 25 Prozent der heute im Landkreis Oder-Spree lebenden Menschen sind 65 Jahre oder älter. Dies dürfe aber nicht zu einseitiger Klientelpolitik verleiten. „Wir sollten uns alle generationenübergreifend als Bürger auf gleicher Augenhöhe begegnen“, befand der Landrat. Er forderte die weniger Aktiven dazu auf, aus der „Konsumentenhaltung“ herauszutreten, denn Demokratie heißt: „Jeder ist aufgerufen zum Mittun, niemand wird ausgeschlossen, jeder wird benötigt!“ Herausforderungen, wie das Bewahren der Lebensqualität unter den spezifischen Bedingungen des demografischen Wandels speziell im ländlichen Raum Ostbrandenburgs, erforderten Dialog, Kreativität und die intelligente Verzahnung ehrenamtlichen Engagements mit professionellen Angeboten. Landrat Rolf Lindemann kündigte an, er wolle diesem Arbeitsschwerpunkt in der Kreisverwaltung Oder-Spree mit der Bildung eines eigenständigen Dezernats unter dem Arbeitstitel „Ländliche Entwicklung“ Rechnung tragen. An dessen Spitze werde eine oder ein Beigeordneter stehen. Auch der Kreistagsvorsitzende Dr. Franz H. Berger lobte die aktive Rolle vieler Senioren in den Kommunen, rückte aber auch jene Ältere in den Fokus, die nur eingeschränkt am Leben teilhaben können. Ihnen müsse besondere Fürsorge gelten und er rief sie dazu auf, spezifische Bedürfnisse klar zu artikulieren: „Sagen Sie uns, was Sie denken und was Sie brauchen!“ Der Kreistagsvorsitzende sprach sich für den Ausbau von Wohnformen aus, die es Jung und Alt, Gesunden und Kranken ermöglichen, gemeinsam zu leben. Zudem unterstrich er die Verantwortung der Politik für die Sicherung eines stabilen Öffentlichen Personennahverkehrs. Auf die Verlässlichkeit der Seniorinnen und Senioren wies Veit Kalinke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oder-Spree, in seinem Grußwort hin und er zeigte, wie sehr diese Eigenschaft auch für das regional verankerte Geldinstitut gilt. Seit 24 Jahren unterstützt die Sparkasse Oder-Spree die Arbeit der Seniorenbeiräte. Symbolisch überreichte Veit Kalinke während der Festveranstaltung ein mit 10.000 Euro gefülltes Sparschwein an den Vorsitzenden des Kreisseniorenbeirates Hans-Christian Karbe. Er freue sich über die damit entstehenden finanziellen Spielräume in der Arbeit der ehrenamtlichen Seniorenbeiräte, sagte Hans-Christian Karbe, bevor er die Ausgezeichneten zum Gruppenfoto bat und dann das Mikrofon dem Pianisten und Musikkomödianten Felix Reuter überließ.

    Auszeichnungen durch den Landrat anlässlich der 24. Brandenburgischen Seniorenwoche:

    Dagmar Bischof (Vorschlag Seniorenbeirat Friedland), Mariechen Kosan (Seniorenbeirat Tauche), Siegfried Kowal (Seniorenbeirat Fürstenwalde), Liselotte Kurz (Seniorenbeirat Grünheide), Angelika Miethe (Seniorenbeirat Beeskow), Irmgard Niechotz (Seniorenbeirat Amt Scharmützelsee), Marlies Nietzel (Seniorenbeirat Amt Brieskow-Finkenheerd), Eva Philipp (Seniorenbeirat Neuzelle), Silvana Ponsel (Seniorenbeirat Woltersdorf), Heidi Prüfer (Seniorenbeirat Steinhöfel), Liselotte Rothert (Seniorenbeirat Rietz-Neuendorf), Gisela Schürmeyer (Seniorenbeirat Amt Spreenhagen), Liselotte Steinborn (Seniorenbeirat Amt Odervorland), Wolfgang Teudt (Seniorenbeirat Amt Schlaubetal), Dietrich Weber (Seniorenbeirat Erkner), Gisela Zeige (Seniorenbeirat Storkow), Waltraud Zorn (Seniorenbeirat Schöneiche)

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