Bekenntnis für Vielfalt und Toleranz

    Endspurt für den Aktionsplan „Queeres Brandenburg”: Der Arbeitsentwurf für den „Aktionsplan der Landesregierung für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, für Selbstbestimmung und gegen Homo- und Transphobie in Brandenburg“ steht zur Diskussion. Er wurde heute auf einer Veranstaltung in Potsdam vorgestellt. Sozialstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt: „Mit dem Aktionsplan wollen wir ein klares Bekenntnis für Vielfalt, Toleranz und Freiheit setzen. Wir haben viel erreicht. Dennoch leiden Menschen, die nicht dem klassischen Geschlechterrollenmodell entsprechen, immer noch unter Diskriminierung – in der Schule, im Beruf, aber auch in der Arztpraxis oder im Sportverein. Das muss ein Ende haben. Jede Art, zu leben und zu lieben, verdient Achtung und Respekt. Niemand soll wegen seiner sexuellen Orientierung oder seiner geschlechtlichen Identität benachteiligt oder gar angegriffen werden.“

    Trotz weitgehender rechtlicher Gleichstellung ist die Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* oder intersexuellen Menschen in Brandenburg immer noch an der Tagesordnung. 37 Prozent von ihnen machten negative Erfahrungen am Arbeitsplatz. 13 Prozent wurden in den vergangenen fünf Jahren wegen ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität körperlich angegriffen. Besonders Transsexuelle, Transgender und intersexuelle Menschen sehen sich starken Abwehrreaktionen ausgesetzt. Das sind erste Ergebnisse einer Online-Befragung über die Lebenssituation von queeren Personen in Brandenburg.

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