Was für eine Wahl! Fürstenwalde hat im wahrsten Sinne des Wortes abgestimmt. Nahezu 15.500 Bürger der Stadt konnten sich für keinen der Kandidaten entscheiden und blieben den Wahlurnen fern. Das sollte in jedem Falle nachdenklich machen. Es gibt sicherlich viele Gründe, die hier angeführt werden könnten, um zu erklären, wie diese erschreckend geringe Wahlbeteiligung zustande gekommen ist. Es gibt sicher eine allgemeine Politikverdrossenheit und das nicht nur in Fürstenwalde, sondern deutschlandweit – und so schnell wird ein neu gewählter Bürgermeister daran auch nichts ändern können. Für neue Projekte und Ideen benötigt er eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung, und bei der großen Menge Porzellan, die im Wahlkampf zerschlagen wurde, ist wohl erstmal Aufbauarbeit zu leisten. Viele Gespräche und vertrauensbildende Maßnahmen werden nötig sein. Aber wir erleben es ja gerade auch auf Bundesebene, was es bedeutet und wie schwierig es ist, Mehrheiten zu bilden, Kompromisse zu schließen und persönliche Befindlichkeiten zurückzustellen. Zugeständnisse und Absprachen sind hier wie dort die Regel. Was das jetzt für die Stadt Fürstenwalde und ihre Bürgerinnen und Bürger bedeutet, kann man sich sicher vorstellen.
    Wir bleiben – wie immer – am Ball und berichten.
    Aber erstmal gratulieren wir dem neuen Bürgermeister und wünschen Kraft, Ausdauer und Verhandlungsgeschick für die Aufgaben, die nun auf ihn warten! Wir werden ihn an seine Wahlversprechen erinnern…

     

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