Jahresfachtagung unter dem Motto „Partizipation und Vernetzung“

    Die Durchsetzung von gleichen Lebenschancen und Rechten von Frauen und Männern bleibt ein wichtiges Ziel der Landesregierung. Frauenstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt sagte in Potsdam: „Auch wenn Frauen schon seit dem 18. Jahrhundert für Gleichberechtigung kämpfen, sind wir noch lange nicht am Ziel. Wir brauchen gleiche Teilhabechancen von Frauen und Männern sowie faire Beteiligung an Entscheidungsprozessen. Es ist nicht einzusehen, warum selbst in einem toleranten Land wie Brandenburg Frauen überwiegend in Teilzeit arbeiten, weniger verdienen und deutlich seltener in den Chefetagen sitzen als Männer. Auch in der brandenburgischen Politik sind Frauen unterrepräsentiert.“ Auf einer vom Frauenministerium veranstalteten Jahresfachtagung diskutieren mehr als 70 Expertinnen und Experten aus Landesverwaltung, Kommunen, Verbänden und Vereinen über die Umsetzung des Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms für das Jahr 2015 bis 2019. Dieses Rahmenprogramm ist ein Produkt nicht nur der Landesregierung sondern einer Vielzahl engagierter Akteurinnen und Akteure aus den Kommunen, Interessenvertretungen, Verbänden und Vereinen. Jährlich findet eine Fachtagung zur Umsetzung statt. Schwerpunkt des Programms war in diesem Jahr das Thema „Partizipation und Vernetzung“. Landesweit fanden Projekte statt, unter anderem eine Politikmesse für Frauen, Mentoring-Programme und eine Studie zu den Brandenburger Wahlgesetzen. Das Frauenministerium hat dazu in diesem Jahr sechs Projekte mit einer Summe von insgesamt rund 56.000 Euro gefördert. Gleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe: „Politik und Wirtschaft sind immer noch eher männlich. Das ist schade und geht an der Realität in unserer Gesellschaft vorbei. Wir brauchen mehr Frauen, die sich einmischen und einbringen. Dafür müssen wir aber auch gute Rahmenbedingungen schaffen und Hilfestellungen geben. Dass sich das Land hier auf den Weg gemacht hat, freut mich sehr. Dieser Weg muss fortgesetzt werden. Natürlich leiste auch ich meinen Beitrag, denn Politik geht uns alle an.“ Die Landesregierung fördert die Gleichheit bei den Erwerbschancen durch eine Vielzahl weiterer Aktivitäten, beispielsweise durch die Servicestelle Arbeitswelt und Elternzeit, die die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bei der Umsetzung von familienfreundlichen Maßnahmen berät. Im Fokus stehen auch intelligente Modelle, wie beide Eltern in einer Familie sich Erwerbsarbeit oder Sorgearbeit in den jeweiligen Lebensphasen aufteilen können, ohne dass ein Partner dauerhaft benachteiligt wird. Das brandenburgische Frauenministerium unterstützt zudem mit insgesamt ca. 30.500 Euro Projekte, die sich mit den Rollenklischees von Frauen und Männern auseinandersetzen.

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