Stadtumbau wird fortgesetzt

    Kathrin Schneider: „Der Stadtumbau ist in Brandenburg eine Erfolgsgeschichte. Jetzt gilt es, die bewährten Förderinstrumente des Stadtumbauprogramms fortzuentwickeln und den neuen Anforderungen an eine klimagerechte Stadt für alle Generationen anzupassen. Wir wollen zukünftig auch die sich stabilisierenden und wachsenden Städte im Berliner Umland mit einbeziehen. Mit der Förderung werden wir noch stärker die unterschiedlichen Problemlagen der Städte und Quartiere berücksichtigen. “

    Für den Stadtumbau wurden in Brandenburg seit 2002 610 Millionen Euro bewilligt. Davon sind mit 220 Millionen Euro über 61.000 Wohnungen abgerissen worden. In die Aufwertung insbesondere der Innenstädte sind 286 Millionen Euro geflossen. Mit Hilfe des Programms konnte der erhebliche Gebäudeleerstand in den brandenburgischen Städten von 14 Prozent im Jahr 2002 auf rund neun Prozent verringert werden. Die von Abwanderung betroffenen Städte wurden stabilisiert, ganze Stadtquartiere aufgewertet. Insgesamt standen 165.000 Wohnungen im Land Brandenburg leer. Inzwischen sind in den Stadtumbaustädten mehr als 61.000 Wohnungen im Rahmen des Programms Stadtumbau-Ost abgerissen worden. Abrissvorhaben wurden mit Aufwertungsprojekten, zumeist in den Innenstädten, kombiniert. Auf diese Weise wurde die Attraktivität der Innenstädte gestärkt. Mittlerweile sind auch innerstädtische Neubaugebiete wieder gefragte Wohnadressen.

    Mit der Weiterentwicklung der Stadtumbaustrategie soll die Zukunftsfähigkeit der Städte in Brandenburg gesichert werden. Der Stadtumbau ist dabei Bestandteil der Strategie Stadtentwicklung und Wohnen des MIL, die sowohl mit der Mobilitätsstrategie als auch mit dem Landesentwicklungsplan verzahnt wird.

    Die Weiterentwicklung des Stadtumbaus erfolgt in enger Abstimmung mit den betroffenen Kommunen im Land. Das Infrastrukturministerium hat zwei Workshops durchgeführt und den „Dialog Stadtumbau“ ins Leben gerufen. Die Förderinstrumente werden geschärft. Unter anderem wird der Rückbau leerstehender Wohnungen mit Aufwertungsmitteln unterstützt, die Förderung des Erwerbs und die Sicherung von wertvollen Altbauten auf Nicht-Wohngebäude erweitert, Modellprojekte sozialer Infrastruktur mit flexiblen Nutzungen gestartet sowie Klimaschutz und stadtverträgliche Mobilität in Quartieren als wichtige Förderbausteine verankert.

    Voraussetzung für die Programmaufnahme sind ein integriertes Stadtentwicklungs-konzept (INSEK), der Nachweis des Stadtumbaubedarfs und ein daraus entwickeltes Stadtumbaukonzept.

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