Öffentlichkeitsbeteiligung in Erkner ist gefragt

    Haben auch Sie manchmal das Gefühl, dass die Züge mitten durch ihr Schlafzimmer fahren? Der Schienenverkehr hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Wir hier in Erkner hören diese Auswirkungen direkt. Unbestritten sind die positiven Aspekte einer guten Bahnanbindung in unserer Heimat. Jedoch sollten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger bestmöglich vor Lärm aller Art geschützt werden. In Erkner sind durch den Bahnlärm tagsüber ca. 860 Menschen (bei ungünstigen Windverhältnissen eher mehr)  einer potenziellen Gesundheitsgefährdung ausgesetzt. Hieran hat der geräuschintensive Güterverkehr erheblichen Anteil. Manchmal ist es so laut, dass man doch das Gefühl hat, direkt auf einem Bahnsteig zu wohnen. Die Fortschreibung des Lärmaktionsplanes aus dem Jahr 2015 weist Erkner als vom Schienenlärm belastetes Gebiet aus. Zuständig für Abhilfe ist die Deutsche Bahn AG. Aber warum ist hier noch nichts passiert, scheinen hier andere Grenzwerte zu gelten als beispielsweise in Friedrichshagen, wo es mittlerweile Lärmschutzwände gibt? Das Eisenbahnbundesamt arbeitet an einer Lärmaktionsplanung an Haupteisenbahnstrecken des Bundes, an der Sie sich beteiligen können. Es wird neben dem Herausarbeiten von stark belasteten Strecken auch ermittelt, in welchen Gebieten es die meisten Beschwerden gibt.

    Hier finden Sie alle nötigen Informationen. Diese erste Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung wird am 25. August abgeschlossen sein.

    Warum diese wichtige Maßnahme zur Öffentlichkeitsbeteiligung direkt in den Sommer gelegt wird, also in eine Zeit, in der viele im Urlaub sind, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Dazu konnte ich auch nichts finden.

    Machen Sie von Ihrem Recht Gebrauch und beteiligen Sie sich!

    Silke Voges,
    Parteilose Bürgermeisterkandidatin in Erkner

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