Wahlkampf ist eröffnet

    Eigentlich war es ja zu erwarten, dass der bisherige Bürgermeister der Stadt Fürstenwalde, Hans-Ulrich Hengst, seinen Hut noch einmal in den Ring werfen würde, um dafür zu kämpfen, den Vorsitz für eine weitere Legislaturperiode innezuhaben. Bei der Vielzahl an Projekten, die er und die Stadtverordnetenversammlung angeschoben haben, möchte man schon gern sehen, dass diese Dinge auch gelingen. Am Montagabend gab Hans-Ulrich Hengst offiziell seine Kandidatur bekannt und begründete auch gleich diesen Schritt. Anwesend waren zu diesem Termin auch Vertreter der Linken und der SPD. Beide hatten schon im Vorfeld, so war zu hören, signalisiert, dass sie sich eine erneute Kandidatur des Bürgermeisters gut vorstellen können. Interne Gespräche mit den Mitgliedern der beiden Parteien hätten das ergeben, man sei sich einig. Für Hengst war dies eine wichtige Komponente für seine Entscheidung, ob er denn nun noch einmal – als parteiloser Kandidat – antreten würde. Dieses Statement von SPD und Linken zeigt natürlich auch das Vertrauen und die Zuversicht in den Kandidaten. Man hatte in den letzten knapp acht Jahren eine gute Zusammenarbeit gepflegt und dabei so manchen Stein ins Rollen gebracht. Besonders am Herzen liegen Hengst das Sportentwicklungskonzept, die Reaktivierung der Aufbauschule und das Projekt Jagdschloss sowie der gesamte Bereich der Bildung – angefangen vom Kita-Bereich, der übrigens seit 2010 auf 600 Kitaplätze erhöht wurde, bis zu weiteren Investitionen in die Grundschulen. Es wäre kein Ende in Sicht, so Hans-Ulrich Hengst. Die Erweiterung des Jugendgästehauses um 60 Plätze stünde ebenfalls noch an, die Gespräche seien aber schon sehr weit vorangeschritten.

    Es würde in der Zukunft erhebliche Investitionen in Fürstenwalde-Nord geben, man möchte dieses Gebiet attraktiver gestalten, um das Wohnumfeld zu verbessern. Dieses Vorhaben wäre allerdings eine längerfristige Herausforderung, bei der viele verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Bei der Wahl des Kandidaten geht es aber noch um viel mehr. Wenn sich die Wähler entschieden haben, wird sich der gewählte Bürgermeister mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert sehen: Zwei Fachbereichsleiter-Positionen in der Verwaltung sind nicht besetzt und der Erste Beigeordnete wird einen Monat später die Verwaltung verlassen Somit entsteht dann eine riesige Wissens- und Erfahrungslücke. Es ist also nicht alles Rosarot – man muss in diesem Amt schon Realist sein.

    Copy Protected by Chetan's WP-Copyprotect.
    X