Linda Teuteberg unterwegs in Oder-Spree

    Am Freitag letzter Woche kam Linda Teuteberg, die Spitzenkandidatin der brandenburgischen Liberalen für die Bundestagswahl 2017 in den Landkreis Oder-Spree, um mit Vertretern des Kreisbauernverbandes und Landwirten über die gewachsenen Herausforderungen in der Landwirtschaft zu sprechen. Zu Besuch war sie in Buchholz bei der dortigen Fürstenwalder Agrarprodukte GmbH Buchholz, die mit ihren innovativen Ideen deutschlandweit von sich reden gemacht hat. Benjamin Meise begrüßte die kleine Delegation und hieß alle willkommen. Das Zusammentreffen war nicht ganz zufällig gewählt, denn Linda Teuteberg und Benjamin Meise sind einst gemeinsam auf das Katholische Gymnasium Bernhardinum gegangen und haben dort ihr Abitur gemacht.
    „Milch ist nicht gleich Milch“, referierte Benjamin Meise. Er habe einen Selbstversuch gestartet, ohne zu wissen, welche Milch er schmecken würde. Sein Fazit: „Bei der Milch aus dem Tetrapak und unserer Milch im Vergleich kann man sagen, dass unsere Milch etwas vollmundiger ist, weil im Gegensatz zur Molkerei die Bitterstoffe herausgefiltert werden. Und durch das Abkochen und Ultrahocherhitzen karamellisiert der Milchzucker und deshalb schmeckt die Milch immer etwas süßlich.“ Darüber hinaus kritisierten die Bauern die Milchpreispolitik der Molkereien und der Discounter, die die milchproduzierenden Betriebe in der Landwirtschaft dazu zwingt, Existenz-bedrohliche Niedrigpreise zu akzeptieren. Hier sollte sich die Politik stärker einbringen und sich nicht nur eine Seite der Medaille anschauen. So ist es mit einer Vielzahl von Problemen in der Landwirtschaft, die gelöst werden müssen. 
    Linda Teuteberg zeigte sich interessiert und hatte schon frühzeitig ihren Bleistift gezückt. Sie sprach im weiteren Verlauf die Direktvermarktung an. Sie begeisterte sich für die tolle Idee der kleinen, aber feinen Milchtankstelle, wo sich ein jeder frische Milch selbst zapfen kann. Natürlich wollte sie auch genau wissen, wie das funktioniert und vor allem, wie die Milch schmeckt. Benjamin Meise machte eine kleine Exkursion in der Handhabung des leichtverständlichen Geräts. Gleich daneben gibt es zur Regionalvermarktung noch weitere Produkte aus der Region, z.B. Honig, Eier, Wurst und Fleisch. Die Regionalvermarktung ist so ein Thema, das viele Landwirte bewegt. Hierzu braucht man natürlich auch einen gewissen Draht zu seinen Mitbewerbern, um sie mit der Idee vertraut zu machen und sich mit ihnen und vielen anderen weiter zu vernetzen. Wie im weiteren Verlauf des Gespräches zu erfahren war, haben die Bauern ein ganz existenzielles Problem: Es fehlen gut ausgebildete Fach- und Arbeitskräfte. Enttäuschend zeigt man sich über die Jugend und verwies gleichzeitig auf die Berufsvielfalt in der Landwirtschaft. Derzeit kompensiere man die offenen Stellen mit Arbeitern aus dem nahen Ausland. Auf die  Frage nach der Möglichkeit, Arbeitskräfte hier zu finden, gab es ein „Ja und Nein“. Man habe schon eine Menge ausprobiert, aber der Erfolg hat sich nicht immer eingestellt. „Solange es den deutschen Arbeitslosen noch so gut geht, brauchen wir uns darüber nicht zu wundern. Es gibt soviel Arbeit und man könnte auch expandieren, aber man kann nicht, weil es an Arbeitskräften mangelt. Vielleicht kann ja die Politik die Impulse aus der Wirtschaft verarbeiten und schnellstmöglich reagieren“, so die Hoffnung der Landwirte.

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