BFZ/BVB Freie Wähler-Kandidat für die Bürgermeisterwahl

    Am vergangenen Samstag fand im Gastraum des Fürstenwalder Hof eine öffentliche Mitgliederversammlung des BFZ statt. Einziger Tagesordnungspunkt war die Wahl des Bürgermeisterkandidaten für die bevorstehende Legislaturperiode ab 2018. Die rund 40 Gäste wurden an diesem frühen Nachmittag durch den Vorsitzenden des Bündnis Fürstenwalder Zukunft e.V., Christian Dippe, begrüßt. In seinen Eingangsworten zog er ein Resümee des bereits Geleisteten. Man sei vor 3 Jahren mit dem Ziel angetreten, die Stadtpolitik zu verändern, transparenter und bürgernäher zu gestalten. Er sagte weiter, dass man nach der Hälfte der Legislaturperiode sehr wohl erkennen könne, was das BFZ bewirkt hätte, räumte aber ein, dass die Vorgehensweise dabei doch so manches Mal streitbar sei, dies sei ihnen auch bewusst. Es hätte jedoch zur Folge, dass nunmehr Probleme angesprochen würden, die vor ihrer Zugehörigkeit zum Stadtparlament der Stadt Fürstenwalde so nicht auf der Tagesordnung gestanden hätten. Diese neue Art der Politik stieße zwar noch immer auf Unmut bei den etablierten Parteien, so Christian Dippe, doch schließlich ginge es um die Bürger und deren Willen. Aus Sicht des BFZ ist es jetzt an der Zeit, an der Rathausspitze einen Wechsel zu vollziehen. Darum hatte man sich zu dieser öffentlichen Mitgliederversammlung zusammengefunden, um den Bürgermeisterkandidaten des BFZ zu wählen. Dippe erinnerte noch einmal daran, dass sich das BFZ an die BVB/Freien Wähler angegliedert hat, weil sich unter deren Dach viele Vereinigungen befinden, die den sogenannten „etablierten Parteien“ Einhalt gebieten wollen und die gleichen Ziele verfolgen – zumal sie sich bereits im Landtag befinden und tatkräftig für die Ziele der Bürger einsetzen. Durch die Mitgliedschaft bei den BVB/Freien Wähler holt man sich die wichtige finanzielle Unterstützung für die Bürgermeisterkandidatur und sichert sich darüber hinaus deren Manpower. Vorgeschlagen wurde Matthias Rudolph – einen anderen Vorschlag gab es nicht. Er nahm den Vorschlag natürlich an und begab sich sogleich ans Rednerpult, um die zahlreichen Fragen, die wie aus der Pistole geschossen kamen, zu beantworten. Doch zuvor stellte er sich noch einmal mit einer kurzgefassten Vita vor. Die an ihn gerichteten Fragen konnte er durchaus kompetent sowie kurz und knapp beantworten. Dazu zählte das Debakel mit den Altanschließern ebenso wie die Dauerthemen Bürgerbeteiligung, Transparenz und Finanzen der Stadt Fürstenwalde. Nachdenklich stimmt allerdings der Punkt „Stärkung der sportlichen Vielfalt und Vereinslandschaft“. Gab es da nicht in der Vergangenheit kontroverse Diskussionen bei Einsparpotenzialen zum Beschluss des Haushaltsplans 2017? Nun scheint es auch Matthias Rudolph eher um Wählstimmen zu gehen. Ein weiterer Punkt war die Zukunftsfähigkeit der Stadt Fürstenwalde. Immerhin lebe man ja in einem der schönsten Gebiete mit immensen Wald- und Seenlandschaften, die es so kein zweites Mal gäbe. Wie man den Sprung in die Zukunft schaffen könne, zeigte er auch gleich auf: Hier spielen viele Aspekte eine Rolle, dazu gehören beispielweise die Bedingungen für die Fürstenwalder Pendler, die es zu verbessern gelte. Die Kitagebühren sollen ab dem zweiten Kind abgeschafft werden und vieles mehr. Wenig später folgte die geheime Wahl: Mit 28 der 29 Stimmberechtigten sowie einer Enthaltung wurde Matthias Rudolph als BFZ/BVB Freie Wähler-Kandidat für die Bürgermeisterwahlen der Stadt Fürstenwalde im nächsten Jahr bestätigt.

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