Traditionell im Dom zu Fürstenwalde

    Die Neujahrsempfänge der Region sind ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Dort trifft man nicht nur auf Politiker, sondern auch auf Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, denen man sonst nicht so oft über den Weg läuft. Um gleich zu Anfang eine angenehme und lockere Atmosphäre zu schaffen, gibt es wie auch anderswo zur Auflockerung erstmal einen Sektempfang. Dieser trägt dazu bei, dass sich alle gleich ein Stück näherkommen – und Gesprächsstoff gibt es natürlich genug. Die Kreisvorsitzende der CDU des Landkreises Oder-Spree, Karin Lehmann, lud – wie es nun wieder Tradition ist – in das Atrium des Doms zu Fürstenwalde ein. Sie begrüßte die vielen Gäste auf das Herzlichste und nahm sogleich eine ebenfalls traditionelle Auszeichnung vor. In ihrer Laudatio unterstrich Karin Lehmann, dass das Ehrenamt ein wichtiger Eckpfeiler der Gesellschaft sei. das könne man nicht genug würdigen. „Es gibt viele, die viel leisten, und denen muss man den Respekt zollen, der ihnen gebührt“, so Karin Lehmann. In diesem Jahr wolle sie sich bei Margit Tederahn für ihr Engagement in der Senioren-Union bedanken. Sie ist seit ihrer Mitgliedschaft ein wichtiger Garant, wenn es um die Organisation von Veranstaltungen geht. Darüber hinaus besucht sie kranke Mitglieder und hält somit den Kontakt zu den Älteren, die nicht mehr so aktiv dabei sein können. Im Vorstand der Senioren-Union kümmert sie sich um viele Belange der Senioren und ist ein verlässlicher Partner. Für diese ehrenamtliche Tätigkeit verlieh der CDU Stadtverband Fürstenwalde Margit Tederahn die Ehrenurkunde. Mit einer festlichen Rede begann Dr. Dietlind Tiemann, Mitglied im Deutschen Bundestag und ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel, den Abend. Rückblickend, sagte sie, dass es für sie eine Ehre gewesen sei – in zweierlei Hinsicht: zum einen, dass sie in den Bundestag berufen worden ist und zum anderen, dass sie die Einladung zum Neujahrsempfang der CDU im Landkreis Oder-Spree durchaus zu würdigen wisse. Sie ging auf die Arbeit eines Bürgermeisters ein, der gewählt wird und sich dann jeden Tag aufs Neue Herausforderungen gegenübersieht, die gemeistert werden wollen. Sie ging auch auf die derzeitige Situation der Regierungsbildung auf Bundesebene ein, die sicherlich für Unmut sorge. Deutschland sei aber derzeit durchaus regierungsfähig. Man zeigte sich erschrocken über die Befindlichkeiten der FDP bei der Regierungsbildung, wisse aber aus der Situation zu lernen. Die Groko wäre daraus die logische Konsequenz, man werde sehen, wohin der Weg führe. Im Anschluss folgte dann die langersehnte politische Aussage der Kreisvorsitzenden Karin Lehmann, die sich derzeit ebenfalls im Wahlkampf um das Amt des Bürgermeisters von Fürstenwalde befindet: 

     

    Auszuge aus der Rede

    Sehr geehrte Gäste, liebe Mitglieder,

    2017 war ein spannendes und zugleich erfolgreiches Jahr für die CDU.
    Mit Sascha Gehm wählte am 25. Januar der Kreistag den 1. Beigeordneten und zugleich stellvertretenden Landrat.
    Solide Erfahrung, gepaart mit frischen Ideen bereichern jetzt das Landratsamt. Mit Rolf Hilke im Kreistag haben wir einen engagierten Fraktionsvorsitzenden und mit Martin Patzelt holte die Brandenburger CDU am 24. September 2017 9 von 10 Wahlkreisen bei der Bundestagswahl. Mit vielen Veranstaltungen engagierten sich unsere Mitglieder in diesem Wahlkampf. Martin Patzelt wird weiterhin die tatsächlichen Probleme unserer Bürgerinnen und Bürger ernstnehmen und sie in die Lösungsansätze jenseits von Ausgrenzung und Hass einbinden.

    Aber den größten Erfolg erzielten unsere Bürgerinnen und Bürger selbst, indem sie die Kreisgebietsreform verhinderten, die die Landesregierung mit brachialer Gewalt durchziehen wollte. Ich danke jedem einzelnen dafür, dass er sich durch seine Unterschrift zur Volksinitiative und beim Volksbegehren dagegen gewehrt hat. Ich danke meinem Kreisvorstand und den Vorständen der Stadt- und Ortsverbände, die für das Volksbegehren geworben haben. Viele Aufklärungsveranstaltungen, Canvassingstände und Gesprächsrunden wurden durchgeführt.
    Und letztendlich haben die Bürgerinnen und Bürger selbst erkämpft, dass diese unsinnige Reform vom Tisch ist.
    Sie haben sicher mitbekommen, dass die Stadt Fürstenwalde ganz im Wahlkampfmodus ist. Das konnte man ja nicht übersehen.
    Nach dem Motto „Viel hilft viel“ wurde von einigen Kandidaten plakatiert, was das Zeug hielt. Aber allein schon die Medizin lehrt uns, dass „Viel hilft viel“ genau das Gegenteil bewirkt. Anders als die anderen Parteien zeigte die CDU Flagge und stellt eine Kandidatin.

    Beim Neujahrsempfang der Stadt Fürstenwalde sagte mir Frau Wagner, 2018 ist im chinesischen Horoskop das Jahr des Hundes.
    Wenn man nun aber durch Fürstenwalde fährt oder läuft und sich die Plakate anschaut, könnte man denken, „Da hat sich die Linke aber mächtig vergaloppiert.“
    Wahlkampf ist gut, richtig und wichtig, aber respektvoll!

    Herr Hengst hat in seiner Neujahrsrede von Anstand gesprochen.
    Anstand ist ein hoher Wert in unserer Gesellschaft.
    Genauso verhält es sich aber auch mit Respekt und Achtung.
    Ich habe als Kind mit auf den Weg bekommen: Respekt und Achtung vor den Eltern, vor dem Lehrer.
    und später Achtung dem Abgeordnetenkollegen, auch wenn er einer anderen Partei angehört, und Achtung vor dem Amt, wie z.B. dem Amt des Bürgermeisters.
    In Diskussionen bei Facebook und in manch einer Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ist diese Achtung vor diesem wichtigen Amt abhandengekommen.

    Ich werde als Bürgermeisterin unserer Stadt dafür sorgen, dass dieses Amt wieder die Anerkennung und Achtung bekommt, die es verdient.
    Wir brauchen eine Bürgermeisterin, die die Verwaltung zu einem echten Servicepunkt für die Bürger macht. Denn die Verwaltung ist für die Bürger da. Und das geht nur mit Teamarbeit.
    Wir haben gute Mitarbeiter in der Verwaltung, alles Fachleute auf ihrem Gebiet und die gilt es, wieder als ein Team zu führen. Auch dafür stehe ich.
    Wir brauchen eine Bürgermeisterin, die nach Feierabend nicht in diese oder diese oder noch eine andere Richtung die Stadt verlässt.

    Wir brauchen eine Bürgermeisterin, die nicht nur in Fürstenwalde gemeldet ist, sondern auch wohnt. Ich bin ansprechbar, auch nach Feierabend, denn ich lebe wirklich hier und das schon seit 37 Jahren.

    Wir brauchen eine Bürgermeisterin, die keine Versprechen abgibt, von denen sie weiß, dass sie überhaupt nicht gehalten werden können. Solche Versprechen locken zwar Wähler, aber wenn man weiß, dass bestimmte Dinge nicht eingehalten werden können und es trotzdem verspricht, dann ist das Wählertäuschung. Ich verspreche Ihnen nur Dinge, die auch machbar sind.

    Und wir brauchen eine Bürgermeisterin, die wieder Sicherheit und Ordnung in unsere Stadt bringt.
    Ich habe mich schon sehr über den MOZ-Artikel vom Donnerstag gewundert, als ich las, die Eisenbahnstraße ist wiederbelebt worden. Der Angstraum Eisenbahnstraße ist für viele Bürger mittlerweile ein Alptraum geworden. Integration sieht anders aus.

    Ich wünsche uns einen fairen und respektvollen Wahlkampf. Ich wünsche mir, dass das Bürgermeisteramt nicht beschmutzt wird und ich wünsche mir, dass bei allen Bewerbern um dieses Amt immer der Bürger im Vordergrund steht. Und nicht zuletzt, dass die richtige Kandidatin gewinnt.

    Ich rufe alle Fürstenwalderinnen und Fürstenwalder ab 16 Jahre auf: Gehen Sie zur Wahl und geben Sie Ihre Stimme ab. Es ist Ihr Recht. Und wie das bei der CDU üblich ist, beenden wir den offiziellen Teil mit der Nationalhymne.

    Ich wünsche uns allen ein friedliches und gesundes Jahr 2018 und Gottes Segen.


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