Lebhafte Diskussionsrunde

    Am letzten Mittwochabend lud der Landtagsabgeordnete und medienpolitische Sprecher der Fraktion Der Linken im Landtag Brandenburg, Dr. Volkmar Schöneburg, zur Filmvorführung in das Kino Movieland nach Erkner ein. Gezeigt wurde der Film  „Der junge Karl Marx“. Schade, dass im Kino nicht noch mehr Plätze vorhanden waren, denn binnen Minuten war der Kinosaal bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Film „Der junge Karl Marx“ sorgte bei den Kinobesuchern für kontroverse Diskussionen. Er erzählt in kurzen Atemzügen das Leben von Karl Marx, bevor dieser Friedrich Engels begegnet. Der Film zeigt, wie sich die beiden kennenlernen und die sich daraus entwickelnde Freundschaft nicht nur im Geiste. Man würde heute sagen, sie schwammen auf der gleichen Wellenlänge. Die sozialen und politischen Krisen brodeln, doch die Intellektuellen in Deutschland und Frankreich reagieren nur mit ausflüchtender Rhetorik. Beide wollten nicht mehr nur Theorie, sondern Realität, sie wollten den Massen ein neues Weltbild geben. Doch dafür mussten sie die Arbeiterbewegung hinter sich bringen – nicht so leicht, denn mit ihrer jugendlichen Anmaßung stießen sie so manchen gestandenen Revolutionär vor den Kopf. Trotz Zensur, Polizeirazzien und internen Machtkämpfen ließen sie nicht nach, eine neue Vision von menschlicher Gemeinschaft zu formulieren. Der Film schließt mit dem Machwerk beider, dem Kommunistischen Manifest, das heute aktueller denn je scheint. Aus diesem Grund gab es am Ende des Films noch eine Diskussionsrunde, die lebhaft wahrgenommen wurde. Allerdings gab es auch Gäste, die nicht unbedingt etwas zum Film sagen wollten, sondern eher die Veranstaltung ausnutzten, ihren Unmut über andersartig gelagerte Probleme zu Gehör zu bringen. Volkmar Schöneburg stellte sich respektvoll allen Fragen und versuchte, sie ausgiebig zu beantworten.

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