Gesetzesvorhaben nicht fallen lassen

    Die Arbeitslosenquote in Brandenburg liegt im September bei 6,5 Prozent, das sind 1,0 Punkte weniger als vor einem Jahr. Insgesamt waren 86.386 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 12.310 weniger als im September des Vorjahres. Zu den veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen sagte Arbeitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt: „Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist weiter positiv. Mit dem Start des neuen Ausbildungsjahres und der traditionell einsetzenden Herbstbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit im September wieder deutlich verringert. Vor allem die Zahl der jungen Arbeitslosen ist gesunken. Sie werden auf dem Arbeitsmarkt gebraucht. Der Fachkräftebedarf ist sehr hoch. Die gute Entwicklung darf aber nicht den Blick für notwendige Verbesserungen in der Arbeitspolitik trüben. So brauchen wir dringend ein Rückkehrrecht aus Teilzeit in Vollzeit!“

    „Ich appelliere an die künftige Bundesregierung, dieses wichtige Gesetzesvorhaben nicht fallen zu lassen. Die Teilzeitbeschäftigung hat in Deutschland drastisch zugenommen. Alle Beschäftigten, die ihre Arbeitszeit nur zeitweise reduzieren wollen, da sie Zeit für ihre Kinder brauchen oder Angehörige pflegen, warten auf das Rückkehrrecht. Arbeitszeit ist auch eine Gerechtigkeitsfrage. Hier sind Frauen definitiv benachteiligt. Denn Teilzeit ist weiblich: Mit rund 77 Prozent machen Frauen den weitaus größten Anteil aller sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigten in Brandenburg aus. Und das oft unfreiwillig. Sie verdienen weniger, mit negativen Auswirkungen auf ihre Rente. Wir werden uns auf Länderebene dafür weiter einsetzen, dass das Recht auf die Rückkehr zu einer früheren Vollzeitbeschäftigung in Deutschland gesetzlich verankert wird.“

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