Frau mit Verwaltungserfahrungen

    Knapp ein Jahr vor dem eigentlichen Wahltermin hat die Mitgliederversammlung der Erkneraner Basisorganisation der LINKEN am 13. Juni Frau Silke Voges einstimmig als Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin nominiert.

    Jedes Vorstellungsgespräch beginnt mit persönlichen Daten. Was ist zu Dir zu sagen?

    Ich wurde 1966 geboren und habe nach Berufsausbildung mit Abitur ein Studium an der Humboldt-Universität absolviert und als Berufsschullehrerin für Wirtschaft abgeschlossen. Seit 1993 arbeite ich im öffentlichen Dienst. Nach 16-jähriger Tätigkeit im Sozialamt, zunächst in Treptow, später im fusionierten Treptow-Köpenick, wechselte ich 2009 in den Bereich der Personalentwicklung, den ich nunmehr leite.

    Warum bewirbst Du Dich als Bürgermeisterin für Erkner?

    Seit 1996 lebe ich sehr gern in Erkner. Die Stadt hat für mich einen hohen Erholungswert durch die wald- und seenreiche Umgebung. Berlin ist schnell mit der Regionalbahn zu erreichen. Da ich Filme liebe, ist einer meiner Lieblingsorte unser Kino. Erkner hat sich seit 1996 toll entwickelt. Es ist viel geschaffen worden, Erkner hat an Attraktivität gewonnen. Trotzdem geht es ja immer noch ein Stück besser: Auch Erkner steht vor den Herausforderungen, die unsere Gesellschaft mit sich bringt: wir müssen das Ehrenamt weiter stärken und fördern, die Bürger in Entscheidungen zur Entwicklung Erkners mehr einbeziehen, die Zusammenarbeit mit dem angrenzenden Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin und den Gemeinden wie Woltersdorf, Schöneiche Neu Zittau und Grünheide verstärken. Ich möchte gern die Erfahrungen aus meiner beruflichen Tätigkeit in das verantwortungsvolle Bürgermeisteramt einbringen und so die Entwicklung unserer Stadt ein Stück voran bringen.

    Was sind Deine konkreten Schwerpunktziele für die Stadt?

    Sorge bereiten mir die leerstehenden Geschäfte in der Friedrichstraße, das Bechsteins, das auf einen Pächter wartet, genau wie die Gaststätte im Sportzentrum.
    Wenn ich Bürgermeisterin bin, möchte ich darüber hinaus einen Bürgerhaushalt für die Stadt auf den Weg bringen. Bürger und Bürgerinnen sollen direkt mitbestimmen können, wofür Geld verwendet wird und so ihren Stadtteil (oder die Stadt)  auch individuell prägen können. Wirtschaftsförderung, insbesondere des Mittelstandes, ist mir ein wichtiges Anliegen. Arbeit und Steuereinnahmen nutzen dann allen Erkneranerinnen und Erkneranern. Neben den vorhandenen Erkneraner Konzeptionen, die angewendet und angepasst werden sollen, möchte ich Konzepte für sichere barrierefreie Fuß-und Radwege und ein Parkraumkonzept erarbeiten lassen. Die Einrichtung eines Jugendbeirates beim Bürgermeister, analog zum Seniorenbeirat, soll dazu führen, dass die Interessen aller Generationen in der Stadt berücksichtigt werden. Überhaupt möchte ich Bürgermeisterin für alle sein.

    Du bist kein Mitglied einer Partei. Warum kandidierst Du für die LINKEN? Was verbindet Dich mit dieser Partei?

    Ich kann mich mit dem erklärten Eintreten der LINKEN für soziale Gerechtigkeit identifizieren. Ich sehe mit Sorge, dass die Kluft in unserer Gesellschaft zwischen den einzelnen Gruppen immer größer wird. Mittlerweile ist dies allerorts spürbar, auch in Erkner.


    Die Fragen stellte: Dr. Elvira Strauß
    (Fraktionsvorsitzende DIE LINKE in der Stadtverordnetenversammlung Erkner)

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