Parteien buhlen um die Wählergunst

    Überall sieht man nun die Werbeplakate der Parteien, die sich am 24. September um die Sitze im Bundestag bewerben – mit Gesichtern bekannter, aber auch unbekannter Personen, verschiedene Slogans und viele unterschiedliche Aussagen. Viele dieser Kandidaten nutzen derzeit jede Gelegenheit, sich im Gedächtnis der Bürger einzuprägen. Die Werbestrategen mit ihren neuen Ideen sind da ganz vorne und brechen mit den altbekannten „So haben wir es schon immer gemacht“-Plattformen. Die CDU beispielsweise hat für sich etwas Neues entdeckt: Vor dem Bahnhof in Erkner hatten sie einen Infostand aufgebaut und alles, was Rang und Namen in der Partei hat, war zur Unterstützung des Bundeswahlkampfs und im Besonderen zur Unterstützung des Bundestagsabgeordneten Martin Patzelt, nunmehr Direktkandidat im Bundestagswahlkreis 63, mit dabei. Der Generalsekretär des Landes Brandenburg, Steeven Bretz, und der des Bundes, Peter Tauber, sowie Mitglieder der unmittelbaren Region standen der breiten Öffentlichkeit für Fragen zur Verfügung. Die Idee des Haustürwahlkampfs ist zwar nicht neu, aber erfährt zurzeit eine Wiederbelebung. Man bleibt eben nicht an Ort und Stelle stehen und wartet, bis jemand vorbeikommt, sondern man geht auf die Bürger zu. So auch am letzten Donnerstag in Erkner, aufgeteilt in kleine Teams besuchte das Wahlkampfteam seine potenziellen Wähler. Die SPD hat auch so ihre Sternstunden: Unlängst waren sie auf Informationstour und luden Bürger aus allen Gesellschaftsschichten der Region ein, um deren Sorgen und Nöten zu erfahren und zu diskutieren. Auch die SPD verfolgt ihre Strategie mit der Prämisse, auf die Bürger direkt zuzugehen. Allerdings setzen sie hierbei auf Altbewährtes mit festen Standorten – ebenfalls am letzten Donnerstag in Erkner vor dem dortigen Lidl-Markt. Jan Landmann, Bürgermeisterkandidat für Erkner, und Dr. Franz H. Berger, Bundestagskandidat für FF/O & LOS, standen den Bürgern für Gespräche zur Verfügung. Die Resonanz auf dieses Angebot war gemischt. Prominente Unterstützung erhielten sie durch den Agrar- und Umweltminister des Landes Brandenburg, Jörg Vogelsänger, der ebenfalls für die Ziele seiner Partei warb. Die Linken begannen ihre heiße Wahlkampfphase in Frankfurt (Oder). Thomas Nord, Direktkandidat, und Jan Augustyniak, Kreiswahlkampfleiter, kämpfen in diesem Jahr unter dem Motto „Sozial. Gerecht. Frieden. Für Alle.“ um das Vertrauen der Wähler. Mit der Präsentation der Wahl- und Plakatkampagne startet die Linke Frankfurt (Oder) in die heiße Wahlkampfphase. Auf Veranstaltungen, bei Diskussionen und nicht zuletzt an den Infoständen sowie bei den Verteilaktionen wollen sie mit allen ins Gespräch kommen. Dabei geht es zum einen darum, den Menschen zuzuhören, über ihre Ängste und Sorgen, aber auch ihre Wünsche und Träume, zu sprechen und mögliche Lösungsansätze anzubieten. Gleichzeitig will die Linke für die Vorstellung einer besseren, einer gerechten Gesellschaft werben und die Menschen zur Wahl der Linken motivieren. Gemeinsame Anstrengungen werden einen engagierten und kämpferischen Wahlkampf zeigen. Höhepunkte des Wahlkampfes werden unter anderem eine Veranstaltung mit Katja Kipping am 10. September sowie eine zentrale Kundgebung mit Gregor Gysi am 20. September sein. Die Linken unterstützen die parteilose Bürgermeisterkandidatin Silke Voges für Erkner.

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