Neustrelitz deprimiert

    Am 11. Spieltag der Regionalliga Nordost musste der FSV Union Fürstenwalde, wie bereits zum Pokalspiel in Altlüdersdorf, die B96 entlangfahren – und zwar diesmal bis Neustrelitz. Die Unioner trafen im Parkstadion Neustrelitz dabei auf die TSG Mannschaft, welche vom Ex-Trainer Achim Hollerrieth trainiert wird und in der Tabelle den letzten Platz belegt. Von der Tabellensituation her eigentlich eine Angelegenheit der Unioner, als 4. der Tabelle, aber die besondere Brisanz prägte dann auch das Spiel. Das nicht immer sattelfeste Schiedsrichtergespann aus Berlin leistete seinen eigenen Beitrag dazu. Die Unioner begannen den offenen Schlagaustausch mit dem ersten Torschuss in der 2. Minute durch Rico Gladrow. Die Neustrelitzer ließen sogleich den Gegenangriff folgen. Es folgen Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, aber in der 44. Minute hatte der TSG-Spieler Pascal Eggert, allein vor Union Keeper Birnbaum, die klare Torchance zum Führungstreffer, schoss aber übers Tor. Das Spiel in der zweiten Halbzeit ging weiter wie im ersten Spielabschnitt, mit Angriff der einen Mannschaft und Gegenangriff der anderen Mannschaft. In der 68. Minute, wo zwei Neustrelitzer Spieler den ballführenden Unioner Wuthe angreifen und sich dabei gegenseitig foulen und im Fallen noch Wuthe mitreißen. Statt Freistoß für Union, bekommt Wuthe die Gelbe Karte. Die Neustrelitzer witterten in der Folgezeit noch ihre Chance zum Sieg und hatten in der 75. Minute mit einem Konterzug die Riesenchance zum Führungstor. Die Unioner konnten nicht entscheidend klären und der Schuss landete am Pfosten des Union-Kastens. Die Unioner, nun hellwach, setzten zur Gegenoffensive an und hatten in der 80. bis 83. Minute eine Serie von Eckbällen. Die Neustrelitzer meisterten aber diese kritische Situation und es ging in die Nachspielzeit. Drei Minuten waren angezeigt, wegen eines Fouls wurde noch eine Minute draufgelegt. Im letzten Angriff des Spiels, in der 94. Minute, brachte Zurawski den Ball hoch in den Strafraum zu Lukas Stagge, welche am Elfmeterpunkt postiert war und hoch zum Ball sprang. Neustrelitz Torwart Norman Quindt stürmte aus seinen Kasten, mit voller Wucht sprang er in den Mann. Stagge wurde von ihm zu Boden gerissen und Schiri Max Burda konnte nur noch pfeifen und auf den Elfmeterpunkt zeigen. Will Siakam trat zum Strafstoß an und verwandelte sicher zum umjubelten 1:0 für den FSV Union Fürstenwalde. Mit hängenden Köpfen verließen die Neustrelitzer den Platz und die Fürstenwalder auf dem Platz und auf den Rängen lagen sich freudestrahlend in den Armen, denn der Schiri beendete das Spiel. Danach trat aber der Schiri nochmal entscheidend in Aktion, denn ein Neustrelitzer Spieler bekam nach Spielende wegen Schiedsrichterbeleidigung noch die Rote Karte gezeigt.

    Fazit nach diesem Spiel:

    Fußball ist nun mal ein Ergebnissport. Wer seine Chancen nicht verwertet kann, wird am Ende der Dumme sein und als Verlierer dann den Platz verlassen. Diese bittere Erfahrung mussten die Neustrelitzer machen. Der Union-Sieg war sicherlich glücklich, aber insgesamt nicht unverdient durch die tolle Mannschaftsleitung.

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