Die Kunstradfahrer aus Berlin und Brandenburg waren zu ihrer Landesmeisterschaft zu Gast in Fürstenwalde

    So ganz alltäglich ist die Radakrobatik nicht. In der Spreestadt weiß man inzwischen mit dem Begriff Kunstradfahren aber durchaus etwas anzufangen. Dafür haben die Sportlerinnen des KRTC Fürstenwalde mit ihren Auftritten zu verschiedenen Festen und Veranstaltungen längst gesorgt. Zum sportlichen Alltag gehören für die Mädels jedoch nicht die Show-Darbietungen, sondern vor allem die vielen Trainingsstunden und natürlich die Wettkämpfe, die abwechselnd überall im Land stattfinden. Am 6. Mai war der Fürstenwalder Verein selbst der Gastgeber – der KRTC richtete die Landesmeisterschaft der Schüler und Elite aus. An den Start gingen 65 Starter aus 8 Brandenburger Vereinen. Aus Berlin kamen 18 weitere Sportler dazu. Als Disziplinen standen Solo- und Duo-Programme der Kunstradfahrer, eine Vierer-Kunstrad-Kür und einige Einrad-Vorträge auf dem Plan. Die jüngsten Teilnehmer waren gerade mal 7, die älteste Elite-Sportlerin 25 Jahre alt.

    Im Landkreis Oder-Spree gibt es zwei traditionsreiche Vereine, die das Kunstradfahren anbieten: der KRTC 1908 e.V. Fürstenwalde und die SG 1951 e.V. Rauen. Beide waren bei der Landesmeisterschaft natürlich dabei. Die Rauener kamen mit 14 Sportlerinnen in fast allen Altersklassen, die Fürstenwalder dagegen mit nur zwei U13-Mädchen. Der KRTC durchlebt nämlich gerade einen Generationswechsel: die Elitesportlerinnen machen ihr Abitur und der Nachwuchs ist noch nicht so weit, um an den Wettkämpfen teilnehmen zu können. Und so mussten Pia Kakuschke und Esther Schüler allein die Fahne ihres Vereins hoch halten. Die beiden trainieren noch keine zwei Jahre das Kunstradfahren und haben folgerichtig auch noch nicht den Schwierigkeitsgrad der Übungen ihrer Konkurrentinnen, die bereits seit der Einschulung dabei sind, erreicht. Mit den gezeigten Leistungen waren sie dennoch sehr zufrieden. Pia zeigte das eingereichte Programm sehr gut und verteidigte mit 35,50 ausgefahrenen Punkten ihren 7. Platz in der Rangliste. Esther schaffte sogar eine neue persönliche Bestleistung, überholte mit 32,51 Punkten eine ihrer Konkurrentinnen und wurde Achte. Und als Duo haben die beiden ihre ersten Medaillen geholt – sie wurden Dritte. Ihr Trainer, Steffen Schulz, ist zu Recht stolz auf seine Schützlinge.

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