Spiel der gelben Karten

    Temporeich und kampfbetont verlief das Regionalligapunktspiel am Dienstag vor 454 Zuschauern in der Bonava-Arena zwischen den Fürstenwaldern und Neugersdorfern. Beide wollten den Sieg und dementsprechend ging es auch von Anbeginn richtig zur Sache. Die Unioner praktizierten ihr schnelles Angriffsspiel vor allem über die Außen und die Lausitzer mit hohen langen Bällen in die Spitze. In der 7. Minute hatten die Lausitzer damit fast schon Erfolg, aber das Tor resultierte aus dem klaren Abseits. Dann waren die Unioner am Zuge mit schnellem Umkehrspiel und hatten in der 12. Minute durch Kemal Atici und Alex Wuthe gleich eine verheißungsvolle Doppelchance zum Führungstreffer. Für besondere Aufregung sorgte in der 20. Minute der Schiri, denn ein sehr klares Foul an Atici ahndete er nicht entsprechend. Die Lausitzer drängten nun energischer auf den Torerfolg, doch die Unioner hielten dieser Druckphase stand und Keeper Oliver Birnbaum im Union-Kasten konnte sich mit prima Paraden auszeichnen – in der 32. Minute ganz besonders, denn es gab Elfmeter für die Lausitzer und Oli parierte sowohl den Strafstoß von Tobias Gerstmann als auch den Nachschuss von Becker. Die Unioner kamen zurück ins Spiel und nach glänzender flacher Hereingabe von links vors Tor erzielte Kapitän Filip Krstic in der 40. Minute die 1:0-Führung für den FSV Union. Scheinbar waren die Unioner noch im Torrausch, denn vom Anstoß aus über zwei Stationen folgte durch Becker per Schuss unter die Latte noch in der gleichen Minute der Ausgleichstreffer für die Lausitzer. Mit diesem 1:1-Spielstand ging es in die Halbzeitpause. Kampfbetont mit Angriffsfußball von beiden Teams ging es in der zweiten Spielhälfte weiter. In der 57. Minute können die Unioner den Lausitzer Angriff nicht entscheidend unterbinden, bekommen den Ball nicht aus den Strafraum und dies nutzt Hannes Mietzelfeld mit straffem Flachschuss ins Tor. Die Lausitzer führten nun mit 2:1. Die Unioner machten nun verstärkt Druck, denn sie wollten gleichfalls einen Punktgewinn. Unterstützt von ihren Fans auf den Rängen, stürmten sie auf das gegnerische Tor zu. In der 70. Minute dann helle Aufregung auf den Rängen und der Unioner Trainerbank: Ein klares Handspiel zur Ballabwehr  von einem Lausitzer im eigenen Strafraum ahndete der Schiri nicht mit Strafstoß. Er hatte es wohl nicht ganz deutlich gesehen aus seiner Position und nahm daher Blickkontakt zu seinem Assistenten an der Seitenlinie auf und der deutete auf nicht absichtlich, was Unions Trainer Maucksch und die Zuschauer sehr erboste. Die Videoanalyse nach dem Spiel zeigte dem Assistenten klar, dass er mit seiner Entscheidung falsch lag, wie er selbst einräumte. Die Unioner ließen sich nicht entmutigen, suchten weiter den Angriff und wurden dabei stimmgewaltig unterstützt von den eigenen Fans. In der 75. Minute dann der lautstarke Torjubel bei den Union-Anhängern: Per direkt verwandeltem Freistoß erzielte Martin Zurawski unhaltbar den Ausgleichstreffer zum 2:2. Beiden Mannschaften gelang in der Schlussviertelstunde kein Treffer mehr, trotz einiger Möglichkeiten. Mit einem leistungsgerechten Unentschieden und somit einem Punktgewinn für beide Mannschaften ging die Partie dann zu Ende. Bereits am kommenden Samstag folgt für die Unioner das nächste Spiel. In Altlüdersdorf beim dortigen Oberligisten geht es ums Weiterkommen im Landespokal. Zahlreiche Union-Anhänger wollen dort ihre Mannschaft unterstützen und fahren mit dem Fan-Bus zum Spiel.

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