Power-Training wirkt

    Rico Schultz ist auf dem besten Wege, zu alter Form zurückzukehren. Er gab uns am letzten Mittwoch die Gelegenheit, in Higgens Boxclub in Berlin mit seinem Trainer Michel Trabant seine Fortschritte zu bewerten. Wir sprachen vor Trainingsbeginn mit ihm und erfuhren, dass er schon selbst merkt – mal abgesehen vom Muskelkater – dass es vorwärtsgeht. Die Muskelpartien würden bereits wieder gestählter also kräftiger werden. Das tägliche Trainingspensum verfehlt eben seine Wirkung nicht, ganz im Gegenteil! Jede freie Minute nutzt Rico, um sich fit zu machen. Zu den Osterfeiertagen, so gesteht er uns, war er auch gleich zweimal am Tag im Fitnessrausch, so sehr fiebert er dem Kampf entgegen. Der Ernährungsplan für die Zeit steht auch schon fest, und den wird er auf jeden Fall einhalten. Pünktlichkeit demonstrierte Michel Trabant in seinem frühzeitigen Erscheinen und trieb sogleich Rico Schultz richtig an – und schon begann die Aufwärmphase: Seilspringen und etwas Schattenboxen. Bereits beim letzten Mal hatte Michel Trabant zu verstehen gegeben, dass er einen sorgfältig ausgetüftelten Plan für Rico Schultz ausgearbeitet habe, um ihn weiter in Form zu bringen. Wir glauben, dass er damit Erfolg haben wird. Diesmal stand die Schlagkraft im Focus des Geschehens, diese zu erhöhen ist oberstes Ziel des Trainings. Zur Hilfe gab es für die Übung einen 5 Kilogramm schweren Medizinball, der nicht achtlos an die Wand geworfen wird. Rico führt die Würfe so explosiv wie möglich unter Einbeziehung des gesamten Körpers durch. Von den Füßen bis zu den Händen – alles muss technisch perfekt sitzen. Nach einer kleinen Pause folgte dann im Boxring „Schattenboxen mit Kurzhanteln“, auf den Körper im Gewicht abgestimmte Hantel waren das Hilfsmittel. Beim Schattenboxen geht es nicht darum, sinnlos in die Luft zu schlagen, sondern Kombinationsabläufe zu improvisieren. Man stellt sich einen imaginären Gegner vor, der einen bedrängt oder auskontern will und man reagiert nun auf diese Aktionen, beispielsweise durch Kontern, Ausweichen, Blocken, Abtauchen usw. Es geht nicht um die Schlagkraft, sondern um die Schlagschnelligkeit und die Halteausdauer. Je nachdem, über wie viele Runden so ein Kampf geht, können die Boxhandschuhe ganz schön schwer werden. Michel Trabant gab noch eine kleine Einführung in die Handhabung der „Boxbirne“, mit ihr lässt sich die Geschwindigkeit, die Koordination und Reflexe sowie die Muskulatur und Technik üben. Es war schön zu sehen, dass er noch selbst Hand anlegt und in was für einer Geschwindigkeit. Abschließend teilen wir die Meinung aller Beteiligten: Rico Schultz wird seinen Weg machen! Und im Übrigen wird es wahrscheinlich vorher noch einen Aufbaukampf geben. Es wurde auch schon ein Wunschkandidat genannt, aber wie immer müssen erst die Modalitäten geregelt werden. Wir dürfen also weiterhin gespannt sein.

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